Lichtenberg

Jubiläumsausstellung: 30 Jahre Abzug russischer Truppen aus Berlin

Am Donnerstag, den 27. Juni 2024, um 19 Uhr wird im Museum Lichtenberg die Ausstellung „Die letzte Parade. 30 Jahre Abzug der russischen Truppen aus Berlin“ eröffnet. Die Ausstellung wird bis zum 1. September 2024 für das Publikum geöffnet sein, mit freiem Eintritt dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr. Die Eröffnungsrede wird von Margot Blank, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum Berlin-Karlshorst, gehalten, und der Kurator der Ausstellung, Ricardo Neuner, wird eine Einführung geben. Musikalisch wird die Eröffnung von Ekkehard Maaß begleitet.

Der Abzug der sowjetischen (ab 1991 russischen) Truppen im Sommer 1994 markierte das Ende einer Ära, die 49 Jahre lang die Geschichte Berlins geprägt hatte. Die Stationierung der Truppen in Berlin-Lichtenberg war ein bedeutender Bestandteil der Nachkriegszeit, die auch die Teilung Deutschlands und die Konfrontation im Kalten Krieg geprägt hatte. Der Abzug der Truppen im Jahr 1994 war ein historischer Meilenstein, der das Ende der bipolaren Weltordnung nach dem Kalten Krieg symbolisierte.

Die Ausstellung im Museum Lichtenberg und im Museum Berlin-Karlshorst beleuchtet die Ereignisse, Umstände und Folgen des Abschieds der russischen Truppen aus Berlin vor 30 Jahren. Durch Fotografien, Objekte, Medienberichte und zeitgenössische Texte wird das Leben der Soldaten der Berlin-Brigade während ihrer letzten Gedenk- und Abschiedsfeierlichkeiten, ihrer Rückkehr nach Russland und ihre Spuren in Karlshorst und der Wuhlheide dargestellt.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung umfasst Veranstaltungen wie Vorträge, Podiumsdiskussionen und Stadtteilführungen, die weitere Einblicke in die Geschichte des russischen Truppenabzugs bieten. Unter anderem wird am 23.07.2024 im Museum Berlin-Karlshorst eine Podiumsdiskussion zum Thema „Von der Hoffnung auf ewigen Frieden mit Russland. Der russische Truppenabzug 1990–1994“ stattfinden.

Die Ausstellung und das begleitende Programm bieten eine einzigartige Gelegenheit, die Geschichte des Abzugs der russischen Truppen aus Berlin zu reflektieren und die Bedeutung dieses Ereignisses für die europäische Politik nach dem Kalten Krieg zu würdigen. Die Ausstellung dient auch dazu, die Erinnerung an eine wichtige Periode der deutschen Geschichte lebendig zu erhalten und die historische Bedeutung des Abzugs der russischen Truppen hervorzuheben.



Quelle: www.berlin.de

NAG Redaktion

Versierte Journalisten mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Arbeiteten seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Haben für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und sind bekannt für tiefgründige Analysen und klare Darstellungen komplexer Sachverhalte.

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