In Berlin, kriminelle Banden setzen ihr explosives Treiben fort. Am Samstag, den 14. Dezember, wurde ein Geldautomat in Reinickendorf mit einer so heftigen Sprengung attackiert, dass die Einzelteile bis zur Wursttheke eines Nahegelegenen Edeka-Marktes flogen! Gegen 3.10 Uhr gab es einen gewaltigen Knall am Heckerdamm, der die Glasscheiben der umliegenden Geschäfte zerbersten ließ. Bei dieser brutalen Attacke, die unbekannte Täter verübten, wurde die Tastatur des Automaten herausgerissen und durch das Fenster des Supermarktes geschleudert. Die Drahtzieher hinterließen bei ihrem kriminellen Vorhaben unerhört viel Zerstörung, wie bz-berlin.de berichtete.
Doch diese schockierende Tat ist nicht isoliert. Die Innensenatorin von Berlin, Iris Spranger, äußerte sich besorgt über den alarmierenden Anstieg solcher Vorfälle, die eine erhebliche Gefährdung für Anwohner darstellen. Im Jahr 2020 gab es in Berlin nur vier Geldautomatensprengungen; 2023 waren es bereits 24 und bis heute 39 in diesem Jahr, davon 14 erfolgreich. Spranger betonte, dass die Verwendung von gefährlichen Sprengstoffen zunehmend die Sicherheit der Bürger gefährde. Sie wies die Banken an, Verantwortung zu übernehmen und Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern, um zukünftige Angriffe zu erschweren, wie t-online.de berichtete.
Häufigkeit der Gewaltakte
Diese jüngsten Ereignisse sind Teil eines beunruhigenden Trends. In nur drei Wochen kam es in der Hauptstadt zu sieben weiteren Vorfällen, darunter Sprengungen in Marzahn-Hellersdorf und Köpenick. Die Polizei registrierte in ganz Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 461 Fälle solcher brutalen Überfälle, bei denen die Kriminellen 30 Millionen Euro erbeuteten und Schäden in weit höherer Höhe anrichteten. Spranger forderte gesetzliche Regelungen, um den Schutz von Geldautomaten zu verbessern, einschließlich verstärkter Gehäuse und der Installation von Farbpatronen, die den Geldschein unbrauchbar machen. Die Geschäftsbanken müssen jetzt handeln, um weiteren Eskalationen vorzubeugen.