NAG/NAG Redaktion – In Berlin hat Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, alarmierende Neuigkeiten zur Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verkündet. Die Schätzung für das kommende Jahr zeigt, dass das Defizit zwischen Einnahmen und Ausgaben der GKV auf einem Rekordniveau steht. Der zusätzliche Beitrag könnte von derzeit 1,7 auf erschreckende 2,5 Prozent ansteigen. Diese drastische Erhöhung hat historische Dimensionen und wird durch unerwartet hohe Ausgaben und zusätzliche Kosten für kommende Gesetzgebungen verursacht.
Reimann kritisiert scharf, dass die Verantwortung für diese finanziellen Belastungen ausschließlich auf die Beitragszahler abgewälzt wird, während die Bundesregierung ihre Finanzierungsverantwortung für die Gesundheitskosten von Bürgergeld-Beziehern ignoriert. Die vermeintliche Stabilisierung der GKV-Finanzen, die Gesundheitsminister versprochen hatte, wird als populistisch und fahrlässig eingestuft. Reimann fordert eine Rückkehr zu mehr gesundheitsökonomischer Disziplin, da es an der Zeit sei, Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen ernst zu nehmen, statt sie als Schimpfwort zu betrachten. Details dazu, wie www.presseportal.de berichtet.