In Neukölln, Berlin, kam es am gestrigen Abend zu einem gewalttätigen Vorfall am U-Bahnhof Boddinstraße. Gegen 21 Uhr gerieten zwei Gruppen, eine mit bis zu 20 Personen und eine kleinere, in einen heftigen Streit. Dabei wurden mindestens zwei Personen verletzt, als die kleinere Gruppe versuchte, sich zurückzuziehen. Während ihrer Flucht wurde ein 26-Jähriger von mehreren Angreifern, die mit Messern und Glasflaschen bewaffnet waren, attackiert. Die Täter flüchteten nach dem Übergriff in Richtung Selchower Straße. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen, darunter Schnittwunden an einer Hand und einem Schulterblatt, und wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Ein weiterer 21-Jähriger, der ebenfalls Stichverletzungen aufwies, wurde von der Polizei in der Morusstraße aufgefunden und in ein Krankenhaus gebracht. Glücklicherweise bestand bei keinem der Verletzten Lebensgefahr, wie die Polizei bestätigte. Der U-Bahnhof musste während der Ermittlungen, die von einem Fachkommissariat übernommen wurden, zwischen 21:10 und 23:10 Uhr für den Verkehr gesperrt werden, wobei die Züge in dieser Zeit ohne Halt durchfuhren, wie berlin.de berichtete.
Wachsende Probleme am U-Bahnhof
Der Vorfall illustrierte einmal mehr die angespannten Verhältnisse am U-Bahnhof Boddinstraße. Tagtäglich ist eine Gruppe von sechs Personen, oft alkoholisiert, am Gleis anzutreffen und verursacht Unruhe. Trotz verstärkter Sicherheitsmaßnahmen der BVG, die seit Februar Sicherheit und Sauberkeit auf den südlichen Teil der U8 zu gewährleisten versuchen, wird die Situation nicht leichter. Die sogenannten „Reinigungsstreifen“ sollen nicht nur für mehr Hygiene, sondern auch für mehr Sicherheit sorgen. Doch die Angriffe auf Sicherheits- und Reinigungskräfte häufen sich, was auf das steigende Konfliktpotenzial hinweist. Dies macht deutlich, dass die Herausforderungen für die BVG und ihre Mitarbeiter weiterhin groß sind, wie berliner-zeitung.de ausführte.