NAG/NAG Redaktion – Der ehemalige Drogenbekämpfungschef Mexikos, Genaro Garcia Luna, wurde am Mittwoch von einem US-Gericht zu mehr als 38 Jahren Gefängnis verurteilt. Diese bombastische Strafe von „460 Monaten Gefängnis und zwei Millionen Dollar Geldstrafe“ wurde aufgrund seines kriminellen Engagements beim mächtigen Sinaloa-Kartell verhängt, wo er während einer Dekade Millionensummen an Bestechungsgeldern erhielt. Das Urteil, das in Brooklyn verkündet wurde, stellt einen entscheidenden Schlag gegen die Korruption im Kampf gegen den Drogenhandel dar.
Garcia Luna, der 56-jährige Ex-Minister, wurde bereits im Februar 2023 für schuldig befunden und sitzt seitdem in New York hinter Gittern. Ein Bundesanwalt betonte, dass seine Handlungen zur Einfuhr von über einer Million Kilogramm Drogen in die USA führten und zudem die Gewalt sowohl in Mexiko als auch in den USA anheizten. „Nach Jahren des Drogenhandels wird er schließlich dort sein, wo er hingehört: in einer Bundesgefängniszelle“, knurrte der zuständige Richter.
Garcia Luna war nicht nur Minister, sondern auch von 2001 bis 2005 Polizeichef und Spezialist für Korruption, bevor er ins Ministerium eintrat. Seine Verurteilung gilt als bedeutender Erfolg im US-Kampf gegen die Drogenkartelle, denen auch prominente Führer wie Joaquin „El Chapo“ Guzman gegenüberstehen, der derzeit ebenfalls eine lebenslange Haftstrafe im US-Gefängnis verbüßt. Dieses skandalöse Kapitel der mexikanischen Drogenpolitik nimmt damit eine dramatische Wendung. Mehr dazu bei www.letemps.ch.