
Die Schulbescheide in Neukölln wurden neu formuliert, um Eltern mit geringen Deutschkenntnissen oder Lese- und Schreibschwierigkeiten besser zu erreichen. Die Initiativen zur Vereinfachung der offiziellen Briefe kamen von der Schülerhilfe Maja, der Koordinierungsstelle des Bildungsverbunds Schillerkiez und des Alphabündnisses. Diese Organizations setzten sich über mehrere Jahre für dieses Anliegen ein, da Missverständnisse in amtlichen Schreiben zu schwerwiegenden Folgen für den Bildungsweg von Kindern führen können. Karin Korte, Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport, griff das Anliegen auf und bildete eine Arbeitsgruppe, die die Schulbescheide neu formuliert und erstmals im Juni in einfacher Sprache verschickt.
In Berlin gibt es schätzungsweise 320.000 Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren, die Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben haben, was etwa 14% der erwachsenen Bevölkerung entspricht. Diese Menschen haben oft Probleme, komplexe offizielle Schreiben zu verstehen. Dokumente in einfacher Sprache zu verfassen ist daher von großer Bedeutung, um Chancengleichheit zu fördern und Missverständnisse zu vermeiden, die zu erheblichen Nachteilen führen könnten.
Es ist wichtig, dass Menschen mit unterschiedlichem Bildungshintergrund oder Sprachkenntnissen gleichen Zugang zu wichtigen Informationen haben. Die Einführung von Schulbescheiden in einfacher Sprache in Neukölln ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Barrierefreiheit in der Kommunikation zu erhöhen und die Beteiligung aller Eltern an Bildungsentscheidungen zu gewährleisten.
Quelle: www.berlin.de