Die Spannungen im Nahen Osten erreichen einen neuen Höhepunkt, da der Iran Israel mit weiteren militärischen Aktionen bedroht. Laut dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi wird die Antwort des Landes auf mögliche israelische Vergeltungsmassnahmen „stärker und kräftiger“ ausfallen. Diese aggressive Rhetorik folgt einem Raketenangriff des Irans auf Israel, den Teheran als legitime Selbstverteidigung bezeichnet, da er vermeintlich gegen militärische Einrichtungen gerichtet war, die für die Gewalt in Gaza und im Libanon verantwortlich sind.
Am Mittwochmorgen hat die israelische Armee auf die Raketenangriffe reagiert, indem sie gezielte Luftangriffe auf Stellungen der libanesischen Hisbollah-Miliz in Beirut durchführte. Medienberichten zufolge geschahen diese Angriffe in einem südlichen Vorort der Hauptstadt, wo es zu Explosionen und erheblichem Rauchaufstieg kam. Israel warnte die Stadtbevölkerung in unmittelbarer Nähe, ihre Häuser zu verlassen, da diese gefährliche militärische Einrichtungen in der Nähe hatten.
Internationale Reaktionen auf die Eskalation
Mitten in dieser angespannten Situation wurden auch internationale Stimmen laut. Der britische Verteidigungsminister John Healey bestätigte die Teilnahme des britischen Militärs an Einsätzen, um eine weitere Eskalation im Nahen Osten zu vermeiden, und verurteilte den iranischen Angriff. Healey betonte zudem, dass das Vereinigte Königreich Israel in seinem Recht auf Selbstverteidigung unterstützen werde.
In der Europäischen Union herrscht breite Besorgnis über die Entwicklungen. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell warnte, dass der Kreislauf von Angriffen und Vergeltungsmaßnahmen außer Kontrolle geraten könnte. Auch der deutsche Außenminister Annalena Baerbock hat den iranischen Angriff aufs Schärfste verurteilt und einen sofortigen Stopp der Aggression gefordert.
Der Iran selbst sieht seinen Raketenangriff als Antwort auf die Tötung wichtiger Führer der Hamas und der Hisbollah. Unterdessen feiert das iranische Staatsfernsehen die Attacken und bezeichnet sie als mutig. Bilder aus Teheran zeigen jubelnde Menschen, die Fahnen der Hisbollah schwenken und die Angriffe als einen Teil des Widerstands gegen Israel willkommen heißen. Solche Darstellungen verstärken die Spannungen und lassen Zweifel an der Möglichkeit einer raschen Deeskalation aufkommen.
Zusätzlich hat das Pentagon vor möglichen weiteren iranischen Angriffen gewarnt und die Bereitschaft signalisiert, nötigenfalls zur Verteidigung Israels einzugreifen. Der US-Sicherheitsberater Jake Sullivan betonte, dass der Angriff notfalls Konsequenzen haben wird und dass keine Schäden an militärischen Einrichtungen in Israel bekannt seien. „Wir müssen auf weitere Provokationen vorbereitet sein“, so Sullivan weiter.
Der militärische Konflikt schlägt sich auch auf die Wirtschaftslage nieder. An den internationalen Märkten kam es zu erheblichen Kursverlusten nach den Attacken, während der Ölpreis anstieg. Analysten sind sich einig, dass die Märkte die eskalierenden Spannungen genau beobachten.
Während die Situation angespannt bleibt, versuchen zahlreiche Regierungen, diplomatische Lösungen zu finden, um die Sicherheit in der Region wiederherzustellen. Die verschiedenen Akteure scheinen jedoch in einem Netz von Rache und Vergeltung gefangen, das jegliche Hoffnung auf einen sofortigen Frieden droht zu ersticken.