Der Bezirk Treptow-Köpenick setzt seine Bemühungen um mehr Grünflächen fort: Das Projekt „Hausbäume für Treptow-Köpenick“ startet in die nächste Runde. Ab sofort können sich private Hauseigentümer*innen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Wohnungsbaugenossenschaften und soziale Träger um die Pflanzung von Hausbäumen im Jahr 2026 bewerben. Der Bewerbungszeitraum endet am 1. Juni 2026. In den letzten drei Jahren wurden bereits etwa 150 Hausbäume im Bezirk gepflanzt, darunter 47 neue Bäume im Jahr 2025. Beliebte Baumarten sind der Amberbaum, Feldahorn und die Felsenbirne. Die Initiative zielt darauf ab, geeignete Standorte wie Vorgärten, öffentlich zugängliche Hofanlagen oder Flächen von Kitas und sozialen Einrichtungen zu finden.
Das Umwelt- und Naturschutzamt stellt die Bäume kostenfrei zur Verfügung und sorgt für eine fachgerechte Pflanzung. Die Bewerber verpflichten sich zur dauerhaften Pflege und Bewässerung der Bäume. Die Projektziele sind klar: Verbesserung der Luftqualität, Stärkung des Mikroklimas, Förderung der biologischen Vielfalt und eine nachhaltige Aufwertung des Stadtbildes. Durch die Pflanzung dieser Hausbäume soll auch die Klimaanpassung unterstützt und die Aufenthaltsqualität in dicht bebauten Quartieren erhöht werden. Weitere Informationen und das Bewerbungsformular finden Interessierte auf der Webseite des Bezirksamts Treptow-Köpenick im Bereich Umwelt- und Naturschutz hier.
Neue Pflanzaktionen und hohe Nachfrage
Im Rahmen des Begrünungsprojekts „Hausbäume für Treptow-Köpenick“ sind für den Spätherbst 2023 46 neue Bäume geplant. Diese werden voraussichtlich zwischen November und Dezember in privaten Vorgärten, Gärten von Wohnungsbaugenossenschaften und sozialen Einrichtungen gepflanzt. Die Finanzierung erfolgt durch Mittel aus Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nach naturschutzrechtlicher Eingriffsregelung. Es zeigt sich eine hohe Nachfrage und ein großes Interesse der Bürger an natürlichem Grün, was letztlich auch zur Verbesserung des städtischen Mikroklimas beiträgt. Die neuen Bäume sollen nicht nur das Stadtbild verschönern, sondern auch das Lebensgefühl der Anwohner positiv beeinflussen. Anträge für diese Baum-Pflanzaktion sind bereits eingegangen und die Pflanzungen werden von einem erfahrenen Fachbetrieb durchgeführt.
Das Projekt zielt darauf ab, den Klimakomfort im Bezirk zu verbessern und die biologische Vielfalt zu fördern. Im Frühjahr 2025 könnte es zudem die Möglichkeit geben, weitere Bäume zu pflanzen. Die Herausforderungen durch den Klimawandel, wie höhere Temperaturen und veränderte Lebensbedingungen in Städten, machen solche Initiativen umso wichtiger. Dach- und Fassadenbegrünungen sind hierbei kostengünstige Anpassungsmaßnahmen, die ebenfalls zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen können. Um die Hitzebelastung zu reduzieren, sollten Grünflächen möglichst wenig versiegelt sein, was auch die Luftqualität verbessert. Das Engagement für mehr Hausbäume und die Förderung von Grünflächen tragen zu einem umweltfreundlicheren Lebensraum bei hier.
Klimaanpassung durch grüne Oasen
Die Anpassung an den Klimawandel ist ein zentrales Thema für viele Städte, die mit Herausforderungen wie Hitze, Trockenheit und starkem Regen kämpfen. Der hohe Versiegelungsgrad und die dichte Bebauung führen zu höheren Maximal- und Durchschnittstemperaturen. In diesem Kontext bieten Grünanlagen nicht nur Erholung, sondern verbessern auch die Lebensqualität und schützen vor möglichen Überschwemmungen. Urbanes Gärtnern, wie beispielsweise in den Prinzessinnengärten in Berlin-Kreuzberg, leistet einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas. Zudem sollten Kaltluftbahnen in kommunalen Planungen freigehalten werden, um kühle Luft in die Stadt zu leiten. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Lebensbedingungen in urbanen Räumen nachhaltig zu verbessern hier.