In der Nacht zum 23. März 2026 wurde ein 38-jähriger Mann in Berlin-Schöneberg schwer verletzt, nachdem er durch Schüsse im Unterkörper getroffen wurde. Der Vorfall ereignete sich gegen 1:30 Uhr an der Bülow- Ecke Steinmetzstraße, wo Zeugen gegen Mitternacht Schussgeräusche hörten. Der Verletzte wurde umgehend mit einer Schussverletzung in ein Krankenhaus gebracht, wo er notoperiert werden musste. Glücklicherweise besteht keine Lebensgefahr für ihn, was die Situation etwas erträglicher macht. Die Täter, die mutmaßlich mit einem Auto flüchteten, sind bislang unbekannt und die Polizei fahndet bereits nach ihnen, jedoch ohne Erfolg (Tagesspiegel).
Die Polizeiabschnitte wurden alarmiert und die Einsatzkräfte fanden am Tatort sowohl das Projektil als auch eine Hülse, die als Beweismittel sichergestellt wurden. Während der Ermittlungen wurde die Bülowstraße zwischen der Potsdamer Straße und der Steinmetzstraße für etwa eine Stunde gesperrt, um die Beweissicherung und die medizinische Versorgung des Opfers zu gewährleisten. Die Ermittlungen zu dieser gefährlichen Körperverletzung wurden von der Kriminalpolizei der Direktion 4 (Süd) übernommen (Polizeimeldungen Berlin).
Ein Blick auf die Kriminalitätslage
Die Vorfälle wie dieser werfen ein Licht auf die allgemeine Kriminalitätslage in Deutschland, die im Jahr 2024 einen leichten Rückgang um 1,7 % verzeichnete, mit insgesamt 5.837.445 registrierten Straftaten im Vergleich zu 2023. Der Rückgang ist hauptsächlich auf die Cannabis-Teillegalisierung zurückzuführen, die zu einem signifikanten Rückgang der Rauschgiftkriminalität führte. Ohne diese Maßnahme wäre ein Anstieg der Straftaten im Fünfjahresvergleich zu beobachten gewesen.
Allerdings ist die Gewaltkriminalität, zu der auch der Vorfall in Schöneberg zählt, um 1,5 % auf 217.277 Fälle gestiegen, was den höchsten Stand seit 2007 darstellt. Besonders alarmierend ist der Anstieg der tatverdächtigen Kinder um 11,3 % und der Jugendlichen um 3,8 %. Zudem stieg die Gewaltkriminalität durch nichtdeutsche Tatverdächtige um 7,5 % auf 85.012. Diese Zahlen verdeutlichen die Herausforderungen, vor denen die Sicherheitsbehörden stehen, um die Bürgerinnen und Bürger zu schützen (Bundeskriminalamt).
Die steigenden Zahlen bei Gewalt- und Sexualdelikten erfordern ein Umdenken in der Präventionsarbeit und der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Kriminalität. Es bleibt zu hoffen, dass die Ermittlungen im Fall des angeschossenen Mannes bald zu einer Klärung führen und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden können.


