Am Montag, den 23. Februar 2026, fiel der Startschuss für die Umsetzungsphase VIII des Landesprogramms „Kitas bewegen – für die gute gesunde Kita“ (LggK) in Reinickendorf. Dieses bedeutende Programm, das seit über zehn Jahren besteht, zielt darauf ab, Gesundheit und Bildung in Kitas zu verknüpfen und somit die Bildungs- und Gesundheitschancen für die Kinder deutlich zu fördern. In dieser Phase nehmen vier Kitas aus Reinickendorf teil: die Forscherkita Rotbuche (Stiftung Pro Gemeinsinn), die Kita Albatros (Albatros gGmbH), die Kita Pfiffikus (Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk) und die Kita Schillingstraße (Stephanus-Stiftung), die erstmals dabei ist.

Die feierliche Unterzeichnung der Durchführungsvereinbarung fand in Anwesenheit von Trägervertretungen sowie des Bezirksstadtrats für Jugend und Familie, Alexander Ewers (SPD), statt. Reinickendorf beteiligt sich nunmehr seit 14 Jahren an diesem zukunftsweisenden Programm, welches rund 70 Kitas im Bezirk zugutekommt. Durch die Unterstützung von Mitarbeitenden einer überbezirklichen Gruppe werden die Kitas in ihrer Weiterentwicklung gefördert. Dabei wird die Kita als ganzheitliches System betrachtet, dessen gesundheitliche Situation durch gezielte Maßnahmen verbessert werden soll.

Ganzheitlicher Ansatz für eine gesunde Kita

Im Rahmen des Programms wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der nicht nur die Kinder, sondern auch die pädagogischen Fachkräfte einbezieht. In den nächsten zwei Jahren werden individuelle Entwicklungsfelder und Themenschwerpunkte identifiziert, um gezielte Maßnahmen umzusetzen. Mögliche Schwerpunkte sind beispielsweise Ernährungsbildung, die Gestaltung der Außenanlagen, Lärmschutz und eine gelungene Eingewöhnung in die Kita. Auch die fachliche Weiterentwicklung, insbesondere im Bereich der Armutssensibilität, wird in der aktuellen Umsetzungsphase berücksichtigt, um die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Familien zu berücksichtigen und die Chancengerechtigkeit zu stärken.

Die enge Kooperation zwischen den Programmpartnern, den Bezirken und dem Land Berlin ist ein entscheidender Erfolgsfaktor des Programms. Ein Wunsch, der häufig geäußert wird, ist der nach mehr Berliner Kitas und Kita-Kindern, die von den Vorteilen dieses Programms profitieren können. Auch die Gesundheit des Kita-Personals steht im Fokus, denn eine gesunde Umgebung fördert nicht nur das Wohlbefinden der Kinder, sondern auch das der Mitarbeitenden.

Ein Netzwerk für die Zukunft

Das Berliner Landesprogramm „Kitas bewegen – für die gute gesunde Kita“ unterstützt Kitas nicht nur bei der Bildungs- und Gesundheitsförderung, sondern ermöglicht auch einen Austausch zu diesen wichtigen Themen. Seit 2012 sind bereits etwa 480 Kitas in das Programm involviert, und alle 12 Berliner Bezirke sind aktiv beteiligt. Das Programm ist partizipativ angelegt, was bedeutet, dass die Entwicklungen von allen Beteiligten getragen werden. Nach der zweijährigen Umsetzungsphase haben die Kitas die Möglichkeit, an Auffrischungsschulungen, Fachveranstaltungen und bezirklichen Vernetzungsrunden teilzunehmen.

Das gesamte Konzept wird von der Senatsverwaltung für Jugend federführend unterstützt, in Zusammenarbeit mit 26 Partnern aus verschiedenen Ressorts. Fachlich beratende Partner wie „Grün macht Schule KinderGARTEN“ und die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin e.V. tragen zur Qualitätssicherung des Programms bei. Um mehr über das Landesprogramm zu erfahren, können Interessierte die Programmwebsite www.gute-gesunde-kitas-in-berlin.de besuchen.

Das Engagement der Kitas und der beteiligten Akteure zeigt, wie wichtig die Verknüpfung von Gesundheit und Bildung im Kita-Alltag ist. In Zeiten, in denen das Wohl der Jüngsten in unserer Gesellschaft von höchster Bedeutung ist, stellt das Programm „Kitas bewegen – für die gute gesunde Kita“ einen wertvollen Schritt in die richtige Richtung dar.