In den Neuköllner Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete wurde in den vergangenen Tagen zum zweiten Mal ein Bewohnendenkomitee gewählt. Diese gewählten Vertreter sollen die Interessen der Bewohner gegenüber den Einrichtungen, dem Bezirksamt und der Zivilgesellschaft sicherstellen und somit ein gutes Ankommen ermöglichen. Bezirksbürgermeister Martin Hikel betont die Bedeutung von Teilhabe und Selbstbestimmung für eine gelungene Integration in Berlin. Das Modell der gewählten Vertretungen in den Unterkünften in Neukölln ist berlinweit einmalig und soll zur Selbstbestimmung der Bewohner beitragen.
Das Bewohnendenkomitee besteht aus insgesamt 14 gewählten Mitgliedern, die sich einmal pro Monat treffen und auch mit Vertretern des Bezirksamtes zusammenkommen. Die gewählten Mitglieder halten regelmäßige Sprechstunden ab, um die Anliegen der Bewohner aufzunehmen und bei Bedarf weiterzuleiten. Die Wahl der Delegierten fand im Juni statt und diese werden nun für sechs Monate im Amt sein. Die Wahlbeteiligung lag bei 40 Prozent in den fünf Gemeinschaftsunterkünften.
Das Neuköllner Projekt ist einzigartig in Berlin und wird nun nach einer erfolgreichen Testphase im Herbst 2023 mit Mitteln aus dem Integrationsfonds fortgeführt. Derzeit leben 1.700 Menschen in Neuköllner Gemeinschaftsunterkünften.
Es ist wichtig zu betonen, dass dieses Modell der Partizipation der Bewohner in Gemeinschaftsunterkünften eine neue Ebene der Mitsprache und Mitgestaltung bietet. Historisch gesehen ist es ein Schritt hin zu einer partizipativen Demokratie auf lokaler Ebene, die die Bedürfnisse und Anliegen der Bewohner stärker berücksichtigt.
In der folgenden Tabelle sind die wichtigsten Fakten zu den Neuköllner Gemeinschaftsunterkünften zusammengefasst:
| Anzahl der gewählten Mitglieder | 14 |
| Treffen des Komitees | Einmal pro Monat |
| Wahlbeteiligung | 40 Prozent |
| Anzahl der Bewohner in Neuköllner Gemeinschaftsunterkünften | 1.700 |
| Finanzierung des Projekts | Integrationsfonds |
Diese Initiative zeigt, dass partizipative Modelle auf lokaler Ebene entscheidend sind, um die Integration von Geflüchteten zu fördern und ihre Selbstbestimmung zu stärken. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Bewohnendenkomitee weiterentwickeln wird und welche positiven Auswirkungen es auf die Bewohner und die Gemeinschaft haben wird.
Quelle: www.berlin.de