In einem packenden Finale des DHB-Pokals haben die Füchse Berlin am vergangenen Sonntag ihren zweiten Titel nach 2014 errungen. Das Spiel fand im Rahmen des Final4 in der ausverkauften Kölner Lanxess Arena vor 19.750 begeisterten Zuschauern statt. Die Füchse setzten sich mit 42:33 gegen den Bergischen HC durch, der im Halbfinale sensationell den SC Magdeburg im Siebenmeterwerfen ausschaltete. Der Halbzeitstand von 22:17 ließ bereits erahnen, dass die Berliner alles daran setzten, den Pokal nach Hause zu holen.
Die besten Werfer für die Füchse waren Lasse Andersson, der mit zehn Toren glänzte, und Mathias Gidsel, der neun Treffer erzielte. Torwart Dejan Milosavljev zeigte ebenfalls eine hervorragende Leistung mit 13 Paraden, bevor ihn eine Verletzung in der zweiten Halbzeit zwang, das Spielfeld zu verlassen. Neben Andersson steuerte auch Hakun West av Teigum sechs Tore zum Sieg bei. Der Pokalsieg krönt eine durchwachsene Bundesligasaison für die Füchse, die von der Trennung von Sportvorstand Stefan Kretzschmar und Trainer Jaron Siewert geprägt war. Doch nun können sie auch mit Blick auf die Champions League auf einen erfolgreichen Abschluss der Saison hoffen.
Halbfinale: Ein spannender Weg ins Finale
Im Halbfinale trafen die Füchse auf den TBV Lemgo Lippe und konnten sich mit 39:36 durchsetzen, wobei Lasse Andersson mit elf Toren zum besten Werfer der Partie avancierte. Der Bergische HC hingegen warf den SC Magdeburg, den designierten Meister, aus dem Rennen, indem er nach einer regulären Spielzeit von 27:27 und einer spannenden Verlängerung im Siebenmeterwerfen mit 31:30 siegte. Für den SC Magdeburg, der während der Saison in der Bundesliga einen komfortablen Vorsprung von sieben Punkten auf die Verfolger hielt, war dies ein herber Rückschlag. Trainer Bennet Wiegert zeigte sich enttäuscht und beschrieb die Stimmung in der Kabine als „Trümmerhaufen“.
Der Bergische HC kann mit diesem Sieg auf eine der größten Sensationen im Handball der letzten Jahre zurückblicken. Für den Verein stellt dieser Erfolg den größten in der Vereinsgeschichte dar. Obwohl der SC Magdeburg in der Bundesliga und der Champions League weiterhin im Rennen ist, bleibt der Pokaltriumph der Füchse Berlin ein bemerkenswerter Moment in dieser Saison.
Ein Blick in die Zukunft
Die Füchse Berlin sind nicht nur Pokalsieger, sondern auch in der Champions League noch aktiv. Sollte sich das Team für die nächste Runde qualifizieren, würde der Finalverlierer Bergischer HC in die European League nachrücken. Die Berliner haben mit diesem Titel nicht nur eine schwierige Saison gekrönt, sondern auch ein starkes Zeichen für die kommenden Herausforderungen gesetzt. Die Hoffnung auf eine erfolgreiche Champions-League-Kampagne ist damit greifbar nahe.