In der beschaulichen Umgebung von Berlin-Marzahn ereignete sich am vergangenen Samstag ein Vorfall, der das Vertrauen in die Polizei auf eine harte Probe stellt. Zwei Männer gaben sich als Polizeibeamte aus und täuschten eine Drogenkontrolle vor. Die Opfer, ein 21-Jähriger und sein 20 Jahre alter Freund, waren zur falschen Zeit am falschen Ort, als die beiden Tatverdächtigen mit einem Auto am Straßenrand anhielten.
Der Fahrer, gekleidet in einem Basecap und einem Pullover mit der Aufschrift „Polizei“, forderte die beiden jungen Männer auf, sich einer Durchsuchung zu unterziehen. Als der 21-Jährige an der Identität der Männer zweifelte, zog einer der Täter eine Handfeuerwaffe und richtete sie auf ihn. Unter Bedrohung forderte er den Geldbeutel des Opfers, was schließlich zur Entwendung von 700 Euro aus dem Portemonnaie des 21-Jährigen führte.
Ein weiteres Opfer
Diese dreiste Masche scheint nicht nur auf die beiden jungen Männer beschränkt zu sein. Die Polizei Berlin sucht aktuell nach zwei weiteren unbekannten Tatverdächtigen, die am 20. Oktober 2024 einen 63-Jährigen betrogen haben. Auch hier gaben sich die Täter als falsche Polizisten aus und überredeten ihr Opfer telefonisch, seine Wertsachen vor der Wohnungstür abzulegen. Nachdem der Mann seiner Aufforderung nachkam, zogen die Täter mit einer sechsstelligen Bargeldsumme und weiteren Wertsachen ab und benutzten die gestohlenen EC-Karten, um Geld von Automaten abzuheben.
Hinweise erbeten
Die Polizei bittet in beiden Fällen um Hinweise zur Identität und zum Aufenthaltsort der abgebildeten Personen. Wenn Sie etwas wissen, können Sie sich direkt an das Betrugskommissariat des LKA 2 in Berlin wenden. Kontaktmöglichkeiten sind das Telefon (030) 4664-925312 oder (030) 4664-925300, sowie E-Mail, Internetwache oder jede Polizeidienststelle.
Diese Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf das Thema Sicherheit in der Hauptstadt. Es ist alarmierend, wie skrupellos Betrüger vorgehen, um ahnungslose Bürger auszutricksen. Die Berliner Polizei appelliert an alle Bürger, wachsam zu sein und im Zweifelsfall immer die echte Polizei zu kontaktieren, bevor man auf vermeintliche Autoritäten reagiert. Nur so kann man sich vor weiteren Übergriffen schützen und zur Aufklärung solcher Taten beitragen.