NAG/NAG Redaktion – Die Krankenkassenbeiträge in Deutschland stehen vor einem deutlichen Anstieg! Experten haben eine Erhöhung des Zusatzbeitrags um 0,8 Punkte auf 2,5 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens für 2025 prognostiziert, wie das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) bekanntgab. Diese Schätzung ist jedoch theoretisch – die tatsächlichen Beitragssätze bestimmen die einzelnen Krankenkassen selbst. Der Zusatzbeitrag variiert derzeit zwischen 0,7 und 3,28 Prozent, und bei einem Bruttoeinkommen von 3.000 Euro bedeutet das rechnerisch 12 Euro weniger netto im Monat.
Die finanziellen Belastungen für die Kassen wachsen rasant. Im ersten Halbjahr verzeichneten die Kassen Ausgabensteigerungen von 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, mit einem Defizit von über 2 Milliarden Euro bis zu 4,5 Milliarden Euro für das Gesamtjahr. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bezeichnete das deutsche Gesundheitssystem als das teuerste in Europa und fordert Reformen zur effizienteren Finanzierung. Die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen und Arzneimittel sind gestiegen, ein Zeichen für die dringend benötigten Strukturreformen. So müssen sich viele gesetzlich Versicherte auf höhere Beiträge einstellen, während gleichzeitig Entlastungen bei der Einkommensteuer geplant werden. Die Diskussion über die finanzielle Zukunft des Gesundheitssystems wird also mit Spannung verfolgt. Mehr dazu bei www.prosieben.de.