In Berlin überschattet antisemitische Gewalt das traditionelle jüdische Fest Chanukka, das in diesem Jahr bis zum 2. Januar gefeiert wird. Am Abend des 26. Dezember meldete die Polizei einen besorgniserregenden Vorfall in Dahlem, bei dem Unbekannte einen Chanukka-Leuchter mit einem Hakenkreuz beschmiert hatten. Dieses nationalsozialistische Symbol wurde schnell von der Polizei entfernt, während der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen hat, um die Täter zu identifizieren, wie die Berliner Zeitung berichtet.
Bereits in der Nacht zu Heiligabend wurde ein Chanukka-Leuchter am Bayerischen Platz in Tempelhof-Schöneberg umgestoßen, wodurch mehrere Arme des Leuchters beschädigt wurden. Zeugen alarmierten die Polizei gegen 8 Uhr. Trotz der Schwere der Taten bleibt die Identität der Täter unklar, und die Polizei bittet um Hinweise. Der Polizeiliche Staatsschutz führt die Ermittlungen, um weitere antisemitische Vorfälle zu verhindern, wie die BZ Berlin berichtete.
Chanukka, auch als Lichterfest bekannt, erinnert an den Sieg der Makkabäer über die griechisch-syrische Herrschaft und an das Wunder des brennenden Lichts im Tempel von Jerusalem. Dieser gewaltsame Übergriff während einer wichtigen Feierlichkeit wirft einen dunklen Schatten auf die Feiertage und zeigt einmal mehr die alarmierende Realität antisemitischer Vorfälle in Berlin.