
NAG/NAG Redaktion – In einem spektakulären Jagdvorfall in Kruberg haben zwei Jäger versucht, reihenweise Kühe mit Wildschweinen zu verwechseln. Am 26. Mai lagen die beiden trächtigen Holsteiner nach einem missglückten Schuss tot auf der Wiese. Die Jäger haben ihren Fehler zwar zugegeben, weigern sich jedoch, den Namen des dritten Täters, der die tödliche Kugel abfeuerte, zu nennen. Die Staatsanwaltschaft Siegen hat nun erste Ermittlungen eingeleitet, jedoch sind viele Details noch unklar. „Ich brauche Ihnen wohl nicht zu sagen, dass zwischen Gerüchten und einem Tatnachweis ein himmelweiter Unterschied besteht“, erklärte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft, Patrick Baron von Grotthuss.
Der Landwirt, dessen Tiere getötet wurden, hat bei der Polizei Anzeige erstattet und berichtet von einem schockierenden Versuch der Jäger, einen „Deal“ auszuhandeln: Sie wollten den Schaden von 7000 Euro begleichen, solange die Sache nicht öffentlich gemacht wird. Verwirrung herrscht auch über die Umstände der Verwechslung, da die Sicht in der besagten Nacht klar war. Die heimische Jägerschaft fürchtet einen Imageschaden und distanziert sich von den Tätern. Mögliche rechtliche Konsequenzen bestehen für die Jäger, insbesondere wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und Tierschutzgesetz. Mehr Details zu diesen Vorfällen sind in einem Bericht von www.siegener-zeitung.de zu finden.