NAG/NAG Redaktion – In Kuba ist das Stromnetz nach der Ankündigung von Notmaßnahmen zur Bewältigung einer schwerwiegenden Energiekrise vollständig zusammengebrochen. Das Energieministerium meldete den Ausfall des wichtigen thermoelektrischen Kraftwerks Antonio Guiteras, während andere Kraftwerke aufgrund ihres desolaten Zustands bereits stillgelegt waren. Präsident Miguel Díaz-Canel erklärte, dass die Wiederherstellung der Stromversorgung oberste Priorität habe und die Behörden unermüdlich daran arbeiten.
Das weitreichende Versagen des Stromnetzes hat ernsthafte Konsequenzen: Schulen bleiben geschlossen, Büroarbeit wird stark eingeschränkt, und nur lebenswichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser und Lebensmittelproduktionsstätten dürfen ihren Betrieb fortsetzen. Ministerpräsident Manuel Marrero beschrieb die Lage als „komplex“ und führte häufige Stromausfälle auf Mangel an Brennstoffen und das marode Kraftwerksnetz zurück. Vor dem landesweiten Ausfall litten viele Regionen bereits unter mehr als zwölf Stunden täglichen Stromausfällen.
Kuba kämpft mit einer massiven Wirtschaftskrise, die durch veraltete Infrastruktur und ein jahrzehntelanges US-Handelsembargo verschärft wird. Stromausfälle sind im ganzen Land an der Tagesordnung, während Havanna, wo die Stromversorgung bisher vergleichsweise stabil war, seit Montag ebenfalls mit täglichen Unterbrechungen zu kämpfen hat. Die Probleme sind nicht nur technisch, sondern auch ein Zeichen der tiefen wirtschaftlichen Herausforderungen des Landes. Mehr dazu, erfahren Sie bei www.radioeuskirchen.de.