Ein besorgniserregender Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) hat Hönow im Landkreis Märkisch-Oderland erschüttert. In einer Herde von Wasserbüffeln wurden alle 14 Tiere infiziert, wovon drei verendeten und die restlichen elf gezielt getötet wurden, um die weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Der Landwirt, der einen Biobetrieb führt, steht unter besonderer Beobachtung, da er seit Wochen keine Futtermittel von außen bezogen hat. Die genauen Übertragungswege sind bislang weiterhin unklar, wie [rbb24.de](https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2025/01/maul-und-klausenseuche-brandenburg-virustyp-impfung.html) meldete.
Dank der raschen Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) konnte der spezifische Virustyp O identifiziert werden. Dies ist ein entscheidender Fortschritt, da geeignete Impfstoffe in der MKS-Antigenbank Deutschland vorhanden sind und innerhalb weniger Tage verfügbar gemacht werden können. Wie das FLI betonte, hängt jedoch der Einsatz des Impfstoffes stark von der tatsächlichen Verbreitung des Virus ab. Aktuell finden umfangreiche Tests bei allen Klauentieren in einem Umkreis von einem Kilometer um die betroffene Herde statt, um die Situation besser einschätzen zu können, wie [bz-berlin.de](https://www.bz-berlin.de/berlin/maul-und-klauenseuche-hoenow) berichtete.
Umfangreiche Maßnahmen eingeleitet
Um die Ausbreitung der MKS zu stoppen, wurden sowohl ein etwa drei Kilometer großer Schutzkreis als auch eine zehn Kilometer umfassende Überwachungszone um Hönow eingerichtet. Dies betrifft nicht nur den Landkreis Märkisch-Oderland, sondern auch Teile des angrenzenden Landkreises Barnim sowie die Stadt Berlin. Während der Überwachungszone sind präventive Maßnahmen wie die Aufstellung von Warnschildern an den Zugangswegen vorgesehen. Der Berliner Senat erklärte, dass alle betroffenen Betriebe überwacht werden. Bislang gibt es jedoch keine weiteren MKS-Fälle in Berlin, nachdem ein verdächtiges Schaf in Marzahn-Hellersdorf getestet und als nicht infiziert festgestellt wurde. Die aktuelle Situation verdeutlicht die ernsten Herausforderungen, denen die Behörden gegenüberstehen, um die Tiergesundheit zu gewährleisten und das Virus in Schach zu halten.
BZ Berlin