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Kai Wegner kündigt Maßnahmen gegen Kriminalität im Görlitzer Park an

Titel: Regierender Bürgermeister von Berlin kündigt Maßnahmen gegen Kriminalität im Görlitzer Park an

Untertitel: Schwere Straftaten und Vergewaltigung führen zu Diskussionen über die Sicherheit in der Berliner Grünfläche

Der Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg ist seit langem bekannt für seine Probleme mit Drogenkriminalität und anderen Straftaten. Nach einer Mehrfachvergewaltigung, die Ende Juni stattfand, hat der Regierende Bürgermeister Kai Wegner Maßnahmen angekündigt, um die Situation in dem Park zu verbessern.

In einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ äußerte Wegner seine Besorgnis über die „inakzeptable“ Situation im Görlitzer Park und betonte, dass Veränderungen dringend nötig seien. Polizeipräsidentin Barbara Slowik brachte die Idee eines Zauns und einer nächtlichen Schließung der Grünfläche ins Gespräch, wies jedoch darauf hin, dass die Polizei allein das Problem nicht lösen könne.

Neben der Vergewaltigung sind auch weitere Straftaten wie Diebstahl, Bedrohung und Drogenhandel im Görlitzer Park bekannt. Um die Sicherheitslage zu verbessern, plant Wegner Gespräche mit Innensenatorin Iris Spranger, der Polizeiführung und dem Bezirk. Ein Sicherheitsgipfel Anfang September soll außerdem Sicherheitsbehörden und Experten zusammenbringen, um Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit zu erarbeiten.

Die Vorschläge reichen von besseren Beleuchtungsmöglichkeiten, Müllentsorgung und Toiletten bis hin zu Sportmöglichkeiten, Gastronomie und sozialer Arbeit für die Drogen- und Obdachlosenszene. Polizeipräsidentin Slowik betonte, dass auch die Zivilgesellschaft gefordert sei und Konzepte zur Nutzung des Parks erarbeitet werden müssten. Sie schlug vor, den Park ähnlich wie das Flugfeld Tempelhof einzuzäunen und nachts zu schließen.

Die Polizei ist bereits vor Ort präsent und kämpft gegen Drogenkriminalität und damit verbundene Straftaten wie Diebstahl, Bedrohung, Körperverletzung und Betrug. Slowik stellte jedoch klar, dass Sexualstraftaten eher die Ausnahme seien. Um die Kriminalität einzudämmen, könnte nach Meinung des CDU-Innenpolitikers Burkard Dregger auch die Videoüberwachung im Görlitzer Park helfen. Diese Möglichkeit sei bereits im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD festgehalten.

Die Diskussion über Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit im Görlitzer Park wird also weitergeführt. Regierender Bürgermeister Wegner und die Polizeipräsidentin Slowik betonen jedoch beide, dass ein umfassender Ansatz notwendig sei und die Zuständigkeit nicht allein bei der Polizei liege. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Maßnahmen letztendlich ergriffen werden, um die Situation im Görlitzer Park zu verbessern.

NAG Redaktion

Versierte Journalisten mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Arbeiteten seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Haben für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und sind bekannt für tiefgründige Analysen und klare Darstellungen komplexer Sachverhalte.

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