Politik

Flüchtlingskrise verhindert Brauerei-Pferde am Cannstatter Volksfest!

Traditionsschock beim Cannstatter Volksfest: Wegen neuer Flüchtlingsunterkunft in Stuttgart müssen die beliebten Brauerei-Pferde dieses Jahr ausweichen – das Ende einer liebgewonnenen Tradition bahnt sich an!

Jedes Jahr gehören die sechs gutmütigen Brauerei-Pferde zum festen Bild des Cannstatter Volksfests. Touristen fotografieren sich gerne vor ihnen, und Kinder streicheln die Tiere mit großer Begeisterung. Doch in diesem Jahr müssen die Pferde leider zuhause bleiben.

Der Grund dafür ist eine neue, große Flüchtlingsunterkunft in Stuttgart, die genau an dem Ort errichtet wurde, an dem die Pferde bisher in einem Zelt untergebracht waren. Diese Container-Unterkünfte bieten Platz für bis zu 550 Flüchtlinge und wurden im benachbarten Reitstadion aufgestellt. Schon im Dezember hatte die Stadt angekündigt, dass diese Notlösung über den 31. März 2024 hinaus bestehen bleiben würde.

Suche nach Alternativen

Bislang war es üblich, dass die Pferde in Zelten im Reitstadion untergebracht wurden, die während des Volksfests dort extra aufgebaut wurden. Doch wegen der neuen Nutzung des Reitstadions musste eine neue Lösung gefunden werden. Wasen-Chef Marcus Christen (55) erklärte gegenüber der Presse: „Wir suchen nach einer Alternative, damit die Brauereipferde auch in diesem Jahr ein Teil des Volksfests sein können.“

Nach Informationen der „Stuttgarter Zeitung“ plant der Kutscher nun, die Pferde täglich von Alfdorf auf den Wasen und zurück zu transportieren – ein Weg von etwa 100 Kilometern hin und zurück. Eine enorme logistische und finanzielle Herausforderung, welche die traditionelle Präsenz der Pferde am Volksfest möglicherweise gefährdet.

Eine Tradition auf dem Prüfstand

Besonders schmerzlich ist die Situation für den Volksfest-Umzug, bei dem die festlich geschmückte Bierkutsche der Brauereipferde immer ein Höhepunkt war. Organisator Wulf Wager (61) äußerte gegenüber BILD seine Sorge: „Es ist sehr bedauerlich, dass eine so alte Tradition plötzlich zu sterben droht. Die Brauereigäule waren im Umzug immer einer der Höhepunkte.“

Währenddessen sehen Tierrechtsorganisationen wie PETA den Verzicht auf die Pferde mit anderen Augen. Jana Hoger (36), Fachreferentin bei PETA, kommentierte: „Pferde haben auf dem Wasen nichts zu suchen. Sie leiden unter den Menschenmengen, dem Lärm und den grellen Lichtern.“ Letztes Jahr sorgte PETA bereits für Unmut auf dem Volksfest, und nun hoffen sie, dass eine Rückkehr der Pferde endgültig verhindert wird.

Weitere Details zu dieser Thematik sind auf m.bild.de nachzulesen.

NAG Redaktion

Versierte Journalisten mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Arbeiteten seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Haben für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und sind bekannt für tiefgründige Analysen und klare Darstellungen komplexer Sachverhalte.

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