Heute ist der 13.02.2026. In der Hauptstadt Deutschland, Berlin, häufen sich die Berichte über Schusswaffengewalt. Am Donnerstagabend wurde ein 37-jähriger Mann in Tegel lebensgefährlich verletzt, als Schüsse auf das Auto, in dem er saß, abgegeben wurden. Der Vorfall ereignete sich gegen 19 Uhr. Nur wenige Stunden später, in der Nacht um 2 Uhr, wurden Schüsse auf ein Geschäft in Kreuzberg abgegeben, jedoch gab es hierbei keine Verletzten. Ob zwischen diesen beiden Vorfällen ein Zusammenhang besteht, bleibt unklar. Diese aktuellen Ereignisse sind Teil eines besorgniserregenden Trends, der in den letzten Monaten in Berlin zu beobachten ist.
In den Tagen vor diesen Vorfällen gab es eine Reihe weiterer Schusswaffengewalt in der Stadt. So wurden am Mittwochabend mehrere Schüsse auf eine Wohnungstür in Berlin-Köpenick abgegeben, ohne dass es zu Verletzten kam. Am Sonntag kam es zu Schüssen auf eine Shishabar in Berlin-Wedding, wo ein Mensch durch Glassplitter leicht verletzt wurde. Am selben Abend gab es Schüsse auf eine Werkstatt in Neukölln, auch hier blieben die Beteiligten unverletzt. Die Polizei hat daraufhin eine spezielle Einheit, die „Besondere Aufbauorganisation Ferrum“, eingerichtet, um gezielt gegen die Schusswaffenkriminalität und die damit verbundenen Bandenkriege vorzugehen. (Tagesschau)
Polizeiliche Maßnahmen und Erfolge
Seit November führt die Polizei in Berlin einen verstärkten Kampf gegen organisierte und bewaffnete Kriminalität. Im Rahmen dieser Bemühungen wurden in den letzten drei Monaten 12 scharfe Schusswaffen und 192 Patronen beschlagnahmt. Außerdem wurden 223 Ermittlungsverfahren eingeleitet, in 49 Fällen konnten Verdächtige identifiziert werden, und es wurden neun Haftbefehle erlassen. Die Einsatzkräfte haben insgesamt 82.000 Arbeitsstunden geleistet, um gegen die gewalttätigen Banden vorzugehen, die häufig mit Revierkämpfen im Drogenbereich und Erpressungen in Verbindung stehen. Es ist bekannt, dass viele dieser kriminellen Gruppen einen türkischen Hintergrund haben und teilweise Täter aus anderen Ländern einfliegen. (Tagesspiegel)
Aktuelle Vorfälle, die die angespannte Lage verdeutlichen, umfassen unter anderem Einschusslöcher in einem Lokal in Wilmersdorf und Schüsse auf ein Büro in Neukölln, beide ohne Verletzte. Zudem gab es einen Anschlag mit einer Handgranate auf einen Nachtclub in Kreuzberg. Im Jahr 2022 wurden in Berlin 543 Schussabgaben und 629 Drohungen mit Schusswaffen registriert, während die Zahl im Jahr 2024 um einige hundert Fälle gesenkt werden konnte. Dennoch bleibt die Situation angespannt, und der Staatssekretär Hochgrebe betont die Notwendigkeit, bewaffnete Auseinandersetzungen zu bekämpfen und Zusammenhänge zwischen den Tätern zu ermitteln.
Gesellschaftliche und politische Reaktionen
Die Zunahme von Schusswaffengewalt in Berlin hat nicht nur Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit, sondern auch auf die politische Diskussion. Es gibt Forderungen nach einer Verschärfung der Bundesgesetze zum Besitz illegaler Waffen, um die Polizei in ihrer Arbeit zu stärken. Angesichts der wiederholten Vorfälle und der damit verbundenen Gefahren sieht die Gesellschaft die Notwendigkeit für effektive Maßnahmen zur Bekämpfung der Kriminalität. Die Reaktionen auf diese Entwicklungen sind vielfältig und reichen von Besorgnis über die Sicherheit bis hin zu politischen Forderungen nach effektiveren Regulierungen.
Die Situation in Berlin ist ein Beispiel für die Herausforderungen, vor denen viele Städte stehen, wenn es um die Bekämpfung organisierter Kriminalität und die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit geht. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Maßnahmen der Polizei und die politischen Initiativen zu einem Rückgang der Schusswaffengewalt führen können.