Das Tierpark-Center in Berlin-Lichtenberg ist von einem hohen Leerstand betroffen und wird von den Anwohnern als unansehnlich wahrgenommen. Probleme mit Tauben und Ratten sind seit Jahren bekannt und wurden bereits mehrfach von Anwohnerinnen und Anwohnern angesprochen. Diese Missstände wurden auch in der Bezirksverordnetenversammlung diskutiert. Neben den Herausforderungen des Leerstands wurde im Mai 2022 eine bessere Reinigung des Centers durch die CDU-Fraktion gefordert.

Nach intensiven Gesprächen mit den Eigentümern gab es nun positive Neuigkeiten: Die seit Jahren geschlossene Tiefgarage des Tierpark-Centers wird am 13. Oktober wieder eröffnet. Hier werden 204 Stellplätze für Kurz- und Langzeitparker zur Verfügung stehen. Die CDU-Politikerinnen Lilia Usik und Sarah Ribbeck informierten die Öffentlichkeit über die Wiedereröffnung und versicherten, dass eine umfassende Sanierung der Tiefgarage durchgeführt wurde. Diese umfasst die Erneuerung von Wänden, Boden und Beleuchtung sowie die Installation einer Videoüberwachung und die Beauftragung eines Wachschutzes.

Sanierungsmaßnahmen und Anwohnerengagement

Um den Herausforderungen mit Tauben und Ratten entgegenzuwirken, wurde eine Fachfirma für Taubenmanagement beauftragt. Das Reinigungsintervall wurde erhöht, da schätzungsweise 800 Tauben im und um das Center leben. Anwohner werden zudem gebeten, keine Tauben zu füttern, um die Probleme nicht weiter zu verschärfen. Das Tierpark-Center hat seit dem Besitzerwechsel im Jahr 2018 einen neuen Aufwertungsprozess eingeleitet, den Anwohner und Politiker gemeinsam vorantreiben.

In diesem Jahr hat sich das Center zudem um eine Bildungsinstitution bereichert: Die Berufsschule des bbw Bildungswerks hat ihre Türen geöffnet. Außerdem ist eine Kindertagesstätte mit 110 Plätzen in Planung, was das Konzept der Nutzung des Centers weiter diversifiziert.

Stadtweite Leerstandssituation

Im größeren Kontext weist die Leerstandsquote in Berlin laut den Informationen von BBU darauf hin, dass Alt-Bezirke im westlichen und südlichen Bereich tendenziell höhere Quoten aufweisen. Klassische Arbeiterbezirke und Innenstadtlagen haben weiterhin ansteigende Leerstandsquoten, während Rand-, Nord- und Ostbezirke teilweise sehr geringe Leerstandsraten präsentieren. Ein positiver Trend zeigt sich jedoch bei den Genossenschaftswohnungen: Insgesamt liegt der Leerstand in diesen bei nur 0,8 Prozent, mit einem leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.

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Die Situation am Tierpark-Center ist also Teil eines größeren Themas in Berlin. Während einige Bezirke mit einem hohen Leerstand kämpfen, gibt es in anderen Gegenden attraktive Entwicklungen, die auf eine positive Veränderung des Stadtbildes hindeuten.