Am Freitag, den 27. Februar 2026, und Samstag, den 28. Februar 2026, wird der öffentliche Nahverkehr in Berlin und Brandenburg von einem bundesweiten Warnstreik betroffen sein. Die Gewerkschaft ver.di hat diesen Arbeitskampf im kommunalen öffentlichen Nahverkehr ausgerufen, um auf die laufenden Tarifverhandlungen aufmerksam zu machen. Fahrgäste müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen, da nahezu alle U-Bahnen, Straßenbahnen und der Großteil der Buslinien in Berlin sowie zahlreiche Verkehrsbetriebe in Brandenburg bestreikt werden. Lediglich die S-Bahn Berlin und die Regionalverkehre bleiben von den Streikmaßnahmen unberührt, was den betroffenen Fahrgästen zumindest eine gewisse Mobilität ermöglicht.
Insgesamt sind rund 100.000 Beschäftigte im öffentlichen Personennahverkehr betroffen, und die Auswirkungen des Streiks werden voraussichtlich einen nahezu kompletten Stillstand in großen Teilen Deutschlands zur Folge haben. Die Tarifrunde betrifft nicht nur Berlin und Brandenburg, sondern auch fast alle anderen Bundesländer, was die Dringlichkeit der Verhandlungen unterstreicht. In den letzten Runden konnten keine nennenswerten Fortschritte erzielt werden, was die Gewerkschaft ver.di dazu veranlasste, die Beschäftigten zum Streik aufzufordern.
Betroffene Verkehrsunternehmen und Empfehlungen
In Berlin wird die BVG am Streik beteiligt sein, was bedeutet, dass alle U-Bahnen, Straßenbahnen und die meisten Buslinien ganztägig nicht fahren werden. In Brandenburg sind zahlreiche Verkehrsunternehmen betroffen, darunter die Verkehrsbetriebe Potsdam, die Barnimer Busgesellschaft und viele andere. Fahrgästen wird geraten, zusätzliche Reisezeit einzuplanen und alternative Routen zu prüfen. Informationen zu den Änderungen sind über die VBB-Fahrinfo und die VBB-App Bus & Bahn zugänglich, die auch alternative Routen anzeigen können.
Es wird empfohlen, in der VBB-App die Option für „auch umliegende Haltestellen berücksichtigen“ zu aktivieren und die maximale Fußweglänge zu erhöhen, um die Suche nach möglichen Verbindungen zu erleichtern. Die aktuelle Standortortung kann helfen, die Planung zu optimieren. Die Nutzung von Taxis könnte ebenfalls in Betracht gezogen werden, da die Nachfrage nach diesen während der Streikzeiten voraussichtlich steigen wird.
Hintergründe und Forderungen der Gewerkschaft
Die laufenden Tarifverhandlungen sind von zentraler Bedeutung für die Beschäftigten im Nahverkehr. Die Gewerkschaft ver.di fordert unter anderem bessere Arbeitsbedingungen, kürzere Wochenarbeitszeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. In einigen Bundesländern sind zudem Forderungen nach höheren Löhnen und Gehältern im Gespräch. Die Verhandlungen stagnieren jedoch, und es besteht Unklarheit darüber, wann diese enden werden. Der Druck auf die kommunalen Arbeitgeber steigt, da die Verdi-Vorsitzende Christine Behle betont, dass trotz mehrerer Verhandlungsrunden kaum Fortschritte erzielt wurden.
Um die Situation zu verdeutlichen, haben frühere Warnstreiks in der Vergangenheit zu einem Anstieg des Autoverkehrs und damit zu längeren Staus geführt. Der erste bundesweite Streiktag am 2. Februar 2026 führte in über 100 Unternehmen zu einem vollständigen Erliegen des Verkehrs für 24 Stunden, was die Auswirkungen solcher Maßnahmen auf die Mobilität der Bürger unterstreicht. Die Streiks sind ein wichtiges Zeichen für die Notwendigkeit, die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Nahverkehr zu verbessern.
Fahrgäste sollten sich auf die kommenden Tage vorbereiten und regelmäßig die Informationskanäle der jeweiligen Unternehmen nutzen, um über die aktuelle Situation auf dem Laufenden zu bleiben. Detaillierte Informationen zu den Streikmaßnahmen und den Forderungen sind auch auf den Webseiten der Gewerkschaft und der Verkehrsunternehmen verfügbar. Weitere Informationen finden Sie unter VBB, Tagesschau und ver.di.