Heute ist der 13.02.2026 und die Straßen im Bezirk Treptow-Köpenick stehen im Mittelpunkt der Diskussion. In den letzten Wochen haben zahlreiche Bürger Meldungen zu Schlaglöchern beim Bezirksamt eingereicht. Diese Hinweise nimmt das Straßen- und Grünflächenamt ernst und arbeitet aktiv an der Verbesserung der Verkehrssicherheit. Der Winter 2025/2026 hat jedoch eine besorgniserregende Situation hervorgebracht: Es wurden mehr Schlaglöcher als in den Vorjahren registriert. Hauptverursacher sind starker Schneefall, die damit verbundene Schnee- und Eisberäumung mit Auftausalzen sowie der gefürchtete Frost-Tau-Wechsel, der die Straßen zusätzlich belastet.

Aktuell werden die Schlaglöcher vorübergehend mit Kaltasphalt von Mitarbeitenden des Werkhofes verschlossen. Diese provisorischen Reparaturen sind jedoch nicht von langer Dauer, da sie durch die fortwährende Schneeberäumung und die Frostbedingungen schnell wieder aufgebrochen werden können. Dauerhafte Reparaturen sind nur bei stabiler, frostfreier Witterung möglich und werden mit Gussasphalt durchgeführt. Bürger können Schäden an der Straße auf mehreren Wegen dem Straßen- und Grünflächenamt melden, um zur Verbesserung der Situation beizutragen.

Die Ursachen für die Schäden

Der Frostwechsel, bei dem es tagsüber taut und nachts friert, führt zu erheblichen Schäden an den Straßen. Besonders betroffen sind kommunale Straßen, und die Reparaturkosten summieren sich auf Milliarden. Prof. Stephan Freudenstein von der Technischen Universität München erläutert, dass dauerhafte Temperaturen von -25 Grad weniger Probleme bereiten würden. Frostwechseltage, an denen die Temperatur tagsüber über 0 Grad und nachts unter den Gefrierpunkt fällt, sind entscheidend für die Schadensbewertung an Straßen und Verkehrswegen.

Wasser, das in Risse der Asphaltoberfläche eindringt, friert und dehnt sich aus, was den Belag anhebt und den Verbund zwischen den Schichten schwächt. Mit jedem Frost-Tau-Zyklus entstehen neue Schäden, die zu größeren Ablösungen und letztlich zu Schlaglöchern führen. Ältere Straßen sind besonders anfällig, da in diese oft zu wenig investiert wurde. Der ADAC warnt vor den finanziellen Folgen des aktuellen Winters, der die Straßen durch häufige Frost-Tau-Wechsel stärker belastet hat. Provisorische Reparaturen können bis zu 200 Euro pro Schadstelle kosten, während dauerhafte Sanierungen noch teurer sind.

Die Herausforderung durch den Klimawandel

Die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) bestätigt, dass frostbedingte Schäden ein bekanntes Problem sind, vor allem durch ungewollten Wassereintritt. Auf Autobahnen sind solche Schäden seltener, da dort häufig Beton verwendet wird, der weniger anfällig für Frostwechsel ist. Im kommunalen Bereich wird Asphalt bevorzugt, doch bei schwerer Belastung wird er oft durch Beton ersetzt. Der Klimawandel verschiebt die Frostwechsel, die früher oft erst im März auftraten, nun aber bereits im Januar oder Februar. Neben den Frostproblemen bringt der Klimawandel auch andere Herausforderungen wie Starkregen und Hitze mit sich, die Anpassungen in der Bauweise erfordern.

Vorsichtsmaßnahmen bei Schäden

Bei einem Verkehrsunfall durch ein Schlagloch empfiehlt der ADAC, Beweismittel zu sichern. Wichtige Schritte sind das Fotografieren des Schlaglochs, das Notieren der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sowie das Dokumentieren von Schäden am Fahrzeug. Auch Namen und Anschrift möglicher Zeugen sollten festgehalten werden. Bei schwereren Unfällen ist es ratsam, die Polizei zu informieren und die eigene Kfz-Versicherung zu benachrichtigen. Eine Vollkasko-Versicherung übernimmt Schäden am Auto durch Schlaglöcher, sofern diese abgeschlossen wurde.

Die aktuelle Situation in Treptow-Köpenick verdeutlicht, wie wichtig ein schnelles Handeln und eine solide Infrastruktur sind, um den Herausforderungen des Winters und des Klimawandels zu begegnen. Nur durch gemeinsames Engagement können wir die Straßen sicherer machen und die Lebensqualität in unserem Bezirk erhöhen. Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des Bezirksamts sowie in einem Artikel von Weather.com und auf MDR.de.