In Treptow-Köpenick wird ein neuer BVG-Betriebshof für E-Busse errichtet, der die Weichen für eine nachhaltige Mobilität in Berlin stellt. Mit einem beeindruckenden Areal von rund 44.000 Quadratmetern an der Köpenicker Landstraße wird dieser Betriebshof nicht nur zur Heimat für eine wachsende E-Busflotte, sondern auch zu einem wichtigen Bestandteil der Berliner Verkehrswende. Die Inbetriebnahme ist für 2027 vorgesehen, und die Bauarbeiten haben bereits im März 2025 begonnen.
Der Fortschritt auf der Baustelle ist bereits sichtbar: Mehrere Hallen stehen im Rohbau, Betonwände und tragende Stützen sind fertiggestellt, und die Stahlkonstruktionen wurden montiert. Die Bauabschnitte sind klar erkennbar, mit Erdarbeiten in einigen Bereichen und Ausbau- sowie Montagearbeiten in anderen. Geplant ist eine Gesamtkapazität für mehr als 250 E-Busse, die über Abstell- und Ladeflächen, eine Servicehalle und ein Verwaltungsgebäude verfügen werden. Besonders interessant ist der Werkstattbereich für weitere Fahrzeuge, der nahe der Minna-Todenhagen-Brücke entstehen wird.
Ein zentraler Beitrag zur Mobilitätswende
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) spielen eine entscheidende Rolle im Nahverkehr der Hauptstadt und streben an, den Busverkehr unabhängig von fossilen Energieträgern zu machen. Die neuen Betriebshöfe sind notwendig, um die wachsende E-Busflotte zu unterstützen. Sie bieten nicht nur die Ladeinfrastruktur, sondern auch Werkstätten, die einen stabilen Fahrbetrieb durch zuverlässige Instandhaltung gewährleisten. Zudem erweitern die neuen Betriebshöfe das Verkehrsnetz durch zusätzliche Anbindungen.
Im Rahmen des Förderprojekts „BIG2025“ wird der Ausbau mit einem hohen dreistelligen Millionenbetrag unterstützt. Bis 2027 plant die BVG den Einsatz von etwa 1.500 E-Bussen, während aktuell rund 280 E-Busse im Einsatz sind. Insgesamt werden durch den neuen Betriebshof etwa 700 Arbeitsplätze geschaffen. Ein innovatives digitales System zur Koordination von Ladezyklen, Wartung und Abstellung wird implementiert, um effiziente Abläufe und kurze Wege zu fördern. Die Ladeinfrastruktur erfolgt über Pantografen auf den Fahrzeugdächern, die automatisierte Ladevorgänge ermöglichen.
Nachhaltigkeit im Fokus
Die Weichen für die Elektromobilität im Busverkehr sind in Berlin bereits gestellt. Bis 2030 sollen alle Busse der BVG elektrisch oder dekarbonisiert angetrieben sein, was einen vollständig emissionsfreien ÖPNV zum Ziel hat. Diese Maßnahmen sind Teil der Berliner Mobilitätswende, die nicht nur dem Klimaschutz dient, sondern auch den Anwohnern zugutekommt. Diese profitieren von geringerer Abgasbelastung und weniger Lärm. Aktuell sind bereits 228 Fahrzeuge, was etwa 15 % der gesamten Busflotte entspricht, elektrifiziert.
Die Linie 200 zwischen dem Bahnhof Zoologischer Garten und der Michelangelostraße in Prenzlauer Berg wird seit 2020 von Elektrobussen bedient. Auch der Umbau am Betriebshof in der Indira-Gandhi-Straße in Weißensee ist weit fortgeschritten. Neben dem neuen Betriebshof in Treptow-Köpenick entstehen zudem auch zwei weitere Elektrobusbetriebshöfe: der Betriebshofverbund Süd-Ost und der Betriebshof Säntisstraße in Tempelhof-Schöneberg. Diese Entwicklungen zeigen deutlich, dass die BVG und die Stadt Berlin entschlossen sind, die Mobilität der Zukunft aktiv zu gestalten und die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen.
Für mehr Informationen zu diesem spannenden Projekt besuchen Sie bitte auch die offizielle Website der Entwicklungsstadt oder die BVG-Seite zu den E-Bus-Betriebshöfen. Weitere Details zur Elektromobilität in Berlin finden Sie auf der Website des Senats.