Heute ist der 14.04.2026 und wir blicken auf die faszinierende Geschichte der „Traumfabrik“ in Johannisthal, einem Ort, der für viele in Vergessenheit geraten ist. Im Jahr 1920 wurden hier die Scheinwerfer eingeschaltet, und die Jofa-Ateliers begannen, bedeutende Stumm- und Tonfilme zu produzieren. Filme wie „Nosferatu“ und „Ein Lied geht um die Welt“ entstanden in diesen ehrwürdigen Hallen. Über die Jahre hat sich Johannisthal zu einem wichtigen Dreh- und Produktionsort entwickelt, besonders in der Zeit von 1946 bis 1961, als die DEFA und später das DDR-Fernsehen hier ihren Sitz hatten.

Die Film- und Fernsehproduktionen aus Johannisthal sind bis heute bekannt und haben einen festen Platz in der deutschen Filmgeschichte. Doch die Erinnerung an die „Traumfabrik“ ist weitgehend verblasst. Ein neues Ausstellungsmodul beleuchtet diesen wenig beachteten Aspekt der Bezirksgeschichte Treptow-Köpenick, der gleichzeitig ein Teil der Berliner Industriegeschichte ist. Die Ausstellung bietet einen tiefen Einblick in die bedeutende Rolle, die Johannisthal in der Geschichte des deutschen Films gespielt hat. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Ausstellung hier.

Die Entwicklung der Johannisthaler Filmanstalten

Wolfgang May beschreibt in seiner Publikation die Geschichte der „Johannisthaler Filmanstalten“, die vor 100 Jahren gegründet wurden. Die Geschichte dieser Ateliers umfasst die Stummfilmzeit, die Entwicklung des Tonfilms in der Weimarer Republik, die Zeit des Nationalsozialismus und die Nachkriegsgeschichte. Von 1945 bis zur Schließung im Jahr 1969 waren die Ateliers ein wichtiger Produktionsstandort der DEFA.

Die in Johannisthal entstandenen Filmklassiker sind legendär. Zu den bekanntesten zählen „DIE MÖRDER SIND UNTER UNS“ von Wolfgang Staudte (1946), „IRGENDWO IN BERLIN“ von Gerhard Lamprecht (1946) und „EHE IM SCHATTEN“ von Kurt Maetzig (1947). Auch „AFFAIRE BLUM“ (1948) und „DER KAHN DER FRÖHLICHEN LEUTE“ (1949) wurden hier produziert. Diese Filme haben nicht nur die Filmkultur geprägt, sondern auch das gesellschaftliche Bewusstsein in der DDR beeinflusst.

Ein Blick in die Zukunft

In der Publikation werden auch die Ansiedlung der Kopierwerke und die Etablierung des DEFA-Synchronstudios ab 1945 thematisiert. Ab 1950 entstand zudem das Fernsehzentrums Berlin in Johannisthal, was die Bedeutung des Standorts weiter untermauerte. Interessierte können die Publikation beim Kulturring Berlin/Kulturbund Treptow für einen Preis von 20 Euro, zuzüglich Versandkosten, bestellen. Bestellungen sind telefonisch unter 030-536 965 34 oder per E-Mail an suedost@kulturring.berlin möglich.

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Die Geschichte der „Traumfabrik“ ist ein faszinierendes Kapitel der deutschen Kulturgeschichte, das es verdient, wiederentdeckt zu werden. Die Ausstellung und die begleitenden Publikationen bieten eine wunderbare Gelegenheit, in die Vergangenheit einzutauchen und die Wurzeln der deutschen Filmproduktion in Johannisthal zu würdigen. Für alle, die sich für die Entwicklung des Films und die Geschichte Berlins interessieren, ist dies ein Muss.