In der Nacht des 11. Februar 2026 ereignete sich ein tragischer Brand in einem Hochhaus in Berlin-Friedrichsfelde, das im Bezirk Lichtenberg liegt. Ein neunjähriger Säugling verlor dabei sein Leben, trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen durch die Rettungskräfte. Der Brand brach in der Wohnung eines 75-jährigen Mieters im dritten Obergeschoss aus. Kurz vor 20 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert; beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Wohnung bereits im Vollbrand, und Flammen schlugen aus den Fenstern des Gebäudes.

Rund 170 Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr waren mobilisiert worden, um den Brand zu bekämpfen und die Bewohner des stark verrauchten Hauses in Sicherheit zu bringen. Insgesamt konnten 60 bis 70 Bewohner selbstständig evakuieren oder wurden von den Feuerwehrleuten gerettet. Acht Personen, darunter eine 26-jährige Mutter und ihre zwei Kinder, wurden in Krankenhäuser gebracht, wobei die Mutter und der fünfjährige Sohn in kritischem Zustand sind. Die Feuerwehr musste mit zwei C-Rohren die Brandbekämpfung durchführen und evakuierte das gesamte Gebäude.

Folgen des Brandes

Wegen des Brandes sind mehr als 20 Wohnungen unbewohnbar, und 21 Einheiten wurden von der Polizei gesperrt. In vielen der betroffenen Wohnungen fehlt es an Strom oder Wasser, und andere sind stark verraucht. Der Aufzug ist außer Betrieb, und Teile der Heizungen wurden abgeschaltet. Das Bezirksamt richtete eine Notunterkunft in einer nahegelegenen Turnhalle ein, und viele der Betroffenen, insgesamt etwa 40 Menschen, haben ihr Zuhause verloren. Acht Betroffene wurden in einem Hotel untergebracht, wobei die Kosten von der Howoge, der Vermieterin, übernommen werden.

Um den betroffenen Kindern und Angehörigen zu helfen, wurde ein Spendenaufruf des Fördervereins der Schmetterlings-Grundschule ins Leben gerufen. Spenden können ab Montag in einer Sammelstelle in der Dolgenseestraße abgegeben werden. Bewohner, deren Wohnungen verschlossen wurden, können ihre Schlüssel bei der Polizei abholen. Zudem wurde eine psychosoziale Notfallversorgung und Seelsorge für die Angehörigen und betroffenen Bewohner eingerichtet.

Brandursache und Statistiken

Die Ursache des Brandes wird derzeit von einem Brandkommissariat des Landeskriminalamtes untersucht. Es ist bekannt, dass Brände in höheren Geschossen seltener auftreten, jedoch oft größere Schäden verursachen. Die vfdb-Brandschadenstatistik zeigt, dass Küchen mit 27 % der Brandentstehungen die häufigsten Brandorte in Wohngebäuden sind. In mehr als 83 % der Fälle ereignen sich Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss, was die Dringlichkeit effektiver Brandschutzmaßnahmen verdeutlicht.

Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) hat einen Arbeitskreis Statistik eingerichtet, um eine zentrale Deutsche Brandstatistik zu entwickeln. Ziel ist es, fundierte Fakten für Entscheidungen im Brandschutz bereitzustellen. Die vfdb ruft Feuerwehrkräfte zur Teilnahme an der Datenerfassung auf, um die Datenbasis zu erweitern und somit Erkenntnisse für den abwehrenden und vorbeugenden Brandschutz zu gewinnen. Durchschnittlich benötigt jeder Einsatz zwei Minuten, um zur Datenerfassung beizutragen.

In Anbetracht der Tragik dieses Brandes wird deutlich, wie wichtig präventive Maßnahmen und eine gut ausgestattete Feuerwehr sind, um die Sicherheit der Bewohner in Hochhäusern zu gewährleisten. Diese schrecklichen Ereignisse rufen uns ins Gedächtnis, wie wertvoll unser Sicherheitsnetz ist, das durch fortlaufende Datenerfassung und Analyse stetig verbessert werden kann.

Für weitere Informationen über den Vorfall und die laufenden Ermittlungen können Sie die vollständigen Berichte auf Feuerwehrmagazin und Tagesspiegel nachlesen.