In Tempelhof-Schöneberg wird ein neues Angebot zur Sturzprävention für ältere Menschen ins Leben gerufen. Die Workshops unter der Leitung von der Diplom-Bewegungspädagogin Marlies Marktscheffel bieten wertvolle Informationen zu Ursachen von Stürzen im Alltag, sowie praktische Übungen zur Stärkung von Gleichgewicht und Muskulatur. Die Teilnahme an diesen Workshops ist kostenlos und wird durch das Förderprogramm „Sauberkeit und Sicherheitsempfinden in Großsiedlungen“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen finanziert.

Die Bezirksstadträtin Eva Majewski Sparacino hebt hervor, dass Sturzprävention nicht nur die körperliche Sicherheit erhöht, sondern auch die Lebensqualität im Alter maßgeblich verbessert. Gerade ältere Menschen sind oft von Stürzen betroffen, die nicht nur zu physischen Verletzungen führen, sondern auch psychische und soziale Belastungen nach sich ziehen können. Die Workshops zielen darauf ab, Alltagsstrategien und Hilfsmittel zur Sturzvermeidung zu vermitteln und damit das Bewusstsein für potenzielle Risiken zu schärfen.

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Ursachen von Stürzen

Stürze sind eine der häufigsten Ursachen für Pflegebedürftigkeit bei älteren Menschen. Die Folgen können schwerwiegend sein: Kopfverletzungen, Brüche von Schulter, Oberarm oder Oberschenkelhals sind nur einige der möglichen Konsequenzen. Diese Verletzungen können nicht nur zu einem Verlust der Selbstständigkeit führen, sondern auch den Muskelabbau fördern und das Risiko für Thrombosen oder Embolien erhöhen. Zudem können psychische Probleme wie Angst vor weiteren Stürzen und soziale Isolation auftreten.

Die Ursachen für Stürze sind vielfältig. Zu den äußeren Faktoren zählen Stolperfallen wie Kabel, Türschwellen und rutschige Wege. Innere gesundheitliche Faktoren wie Blutdruckschwankungen, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen und Sehstörungen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Besonders relevant ist auch der Abbau der Muskelmasse und die verlangsamte Reaktionsfähigkeit, die mit dem Alter zunehmen.

Prävention durch Bewegung und Training

Die Workshops bieten eine Vielzahl von Übungen zur Sturzprävention an, die regelmäßig durchgeführt werden sollten, um das Risiko zu senken. Zu den empfohlenen Übungen gehören unter anderem:

  • Beinschwingen auf einem Fuß mit Stütze: Bein vor und zurück schwingen, Rücken gerade halten.
  • Laterales Beinschwingen: Bein nach innen und außen schwingen, Gleichgewicht halten.
  • Fußkreisen: Bein zur Seite heben und große Kreise mit dem Fuß zeichnen.
  • Tandemgang: Fuß vor den anderen setzen, als würde man auf einer Linie laufen.
  • Marschieren: In angenehmem Tempo laufen, Knie heben, Arme schwingen.
  • Auf den Fersen gehen: In angenehmem Tempo auf den Fersen gehen.
  • Ball um die Taille bewegen: Ball von einer Hand zur anderen um die Taille bewegen.
  • Während dem Laufen Ball werfen und fangen: Ball in die Luft werfen und fangen während des Gehens.

Durch regelmäßige Bewegungstherapie kann das Risiko für Stürze signifikant gesenkt werden. Physiotherapie verbessert nicht nur die Kraft, sondern auch das Gleichgewicht und die Koordination. Außerdem wird das Bewusstsein für Gefahren im Alltag geschärft, was die Selbstständigkeit und Lebensqualität der Betroffenen erhält.

Soziale und psychologische Aspekte

Die psychologischen Aspekte sind nicht zu vernachlässigen. Eine Sturzangst kann dazu führen, dass Betroffene sich aus dem sozialen Leben zurückziehen, was wiederum den Muskelabbau verstärkt und die Lebensqualität mindert. Umso wichtiger ist es, präventive Programme zu nutzen, die nicht nur körperliche Fitness fördern, sondern auch soziale Interaktionen ermöglichen.

Für Interessierte an den Workshops zur Sturzprävention sind Anmeldungen per E-Mail an think SI³ oder telefonisch unter +49 1762 1875090 bzw. +49 1772 472165 möglich. Es besteht die Möglichkeit zur Anmeldung für alle Termine, sodass jeder die Chance hat, seine Sicherheit im Alltag zu erhöhen.

Weitere Informationen zu den Risiken und der Prävention von Stürzen finden Sie in den ausführlichen Artikeln der BR sowie der Physiotherapie Theramedicom.