In der Berliner Wohnlandschaft tut sich eine Menge. Die STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH hat für das Jahr 2026 die Mieterbeiratswahlen in insgesamt 15 Quartieren angesetzt. Diese Wahlen finden in den Bezirken Tempelhof-Schöneberg, Neukölln, Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf statt und zielen darauf ab, die Mitbestimmung der Mieter zu stärken und das Engagement in den Nachbarschaften auszubauen. Die Wahlverfahren haben bereits im Januar 2026 mit Aufrufen zur Kandidatur begonnen und werden über das Jahr hinweg gestaffelt durchgeführt. Die Wahl selbst erfolgt bequem per Briefwahl, wobei alle Mieter ihre Wahlunterlagen per Post erhalten.
Die Mieterbeiräte haben eine wichtige Rolle: Sie vertreten die Interessen der Mieterschaft, bringen Vorschläge ein und fördern den Austausch zwischen Mietern und dem Wohnungsunternehmen. STADT UND LAND bewirtschaftet derzeit rund 53.300 Wohnungen und über 900 Gewerbeobjekte in Berlin, mit dem Ziel, den Bestand bis 2034 auf 56.500 Wohnungen zu erhöhen. Diese Initiative ist Teil eines größeren Plans, der Investitionen in Sanierung, Modernisierung und soziale Projekte zur Quartiersentwicklung umfasst.
Mieterbeiratswahlen 2026 – Ein Blick auf die Quartiere
Die Wahlen in den verschiedenen Quartieren sind zeitlich gestaffelt:
- Tempelhof-Schöneberg:
- Mariendorf: Kandidatur ab Januar 2026, Wahl im Frühjahr 2026.
- Neu-Tempelhof: Kandidatur ab Januar 2026, Wahl im Frühjahr 2026.
- John-Locke-Siedlung: Kandidatur ab August 2026, Wahl zum Jahresende 2026.
- Neukölln:
- Richardplatz: Kandidatur ab März 2026, Wahl im Sommer 2026.
- Rudow inkl. Landhaussiedlung: Kandidatur ab Mai 2026, Wahl im Herbst 2026.
- Treptow-Köpenick:
- Kölner Viertel: Kandidatur ab Februar 2026, Wahl im Frühjahr 2026.
- Plänterwald: Kandidatur ab März 2026, Wahl im Frühsommer 2026.
- Baumschulenweg: Kandidatur ab April 2026, Wahl im Sommer 2026.
- Altglienicke: Kandidatur ab Mai 2026, Wahl im Spätsommer 2026.
- Niederschöneweide: Kandidatur ab Juni 2026, Wahl im Herbst 2026.
- Marzahn-Hellersdorf:
- Gelbes Viertel: Kandidatur ab März 2026, Wahl im Frühsommer 2026.
- Beerenpfuhl: Kandidatur ab März 2026, Wahl im Frühsommer 2026.
- Alt-Biesdorf: Kandidatur ab April 2026, Wahl im Sommer 2026.
- An den Gärten der Welt: Kandidatur ab April 2026, Wahl im Sommer 2026.
- Kienberg: Kandidatur ab Juli 2026, Wahl im Herbst 2026.
Einblicke in den Wahlprozess
Der Ablauf der Wahlen ist klar strukturiert. Die Kandidatur beginnt in den jeweiligen Quartieren zu unterschiedlichen Zeiten. So dürfen volljährige Mieterinnen der GESOBAU in den Quartieren Komponistenviertel, Pankow-Süd und Hellersdorf-Nord ihre Kandidaturen bis zum 12. November 2025 einreichen. Nach Festlegung der Kandidatinnen haben diese zwischen dem 23. Dezember 2025 und dem 21. Januar 2026 Zeit, Nachbarinnen für eine Stimmabgabe zu gewinnen. Die Stimmen werden schließlich am 26. Januar 2026 öffentlich ausgezählt, und die Ergebnisse werden per Hausaushang bekannt gegeben.
Die gesetzliche Verankerung der Mieterbeiräte im Jahr 2023 hat die Arbeit mit Mietergremien weiter gestärkt. Seit 2016 hat die Anstalt für „Sicheres Wohnen“ Unterstützungsstrukturen für Mieterräte aufgebaut. Diese Mieterräte, die alle fünf Jahre gewählt werden, vertreten die Interessen der Mieter auf Unternehmensebene und sind im Aufsichtsrat des jeweiligen Unternehmens vertreten. Sie bündeln Anregungen und Hinweise der Mieterinnen sowie Erkenntnisse der Mieterbeiräte und fördern so einen Interessenausgleich. Die WVB hat die Arbeit mit Mietergremien als Kernaufgabe definiert, um die Mietermitwirkung zu stärken.
Für weitere Informationen zu den bevorstehenden Wahlen und den Mieterbeiräten können Interessierte die offizielle Webseite von STADT UND LAND sowie die Webseite der GESOBAU besuchen.
Die kommenden Mieterbeiratswahlen bieten eine bedeutende Gelegenheit für die Mieter in Berlin, sich aktiv an der Gestaltung ihrer Wohnumgebung zu beteiligen und ihre Interessen zu vertreten.