Michael Müller, geboren am 9. Dezember 1964 in West-Berlin, ist ein deutscher Politiker der SPD. Er wuchs in Berlin-Tempelhof auf und erlangte 1982 die Mittlere Reife, bevor er von 1983 bis 1986 eine Ausbildung zum Bürokaufmann absolvierte. Bis 2001 war er selbstständiger Drucker im Familienbetrieb und ist seit 1981 Mitglied der SPD, dem Seeheimer Kreis zugeordnet. Müller heiratete 1993 Claudia Müller, mit der er zwei erwachsene Kinder hat; das Paar trennte sich im August 2019.
Seine politische Karriere begann in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof, wo er von 1989 bis 1996 tätig war und zuletzt als Fraktionsvorsitzender fungierte. Am 2. Februar 1996 wurde er Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. In den folgenden Jahren übernahm er verschiedene Ämter, darunter das des Vorsitzenden der SPD-Fraktion von 2001 bis 2011. Nach dem Rücktritt von Peter Strieder wurde er am 20. Juni 2004 Vorsitzender der SPD Berlin. Von 2011 bis 2014 war er Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, bevor er am 11. Dezember 2014 zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt wurde.
Politische Laufbahn und Herausforderungen
Unter Müllers Führung erlebte Berlin bedeutende Entwicklungen. Er wurde am 8. Dezember 2016 mit 88 von 158 Stimmen wiedergewählt und war vom 1. November 2017 bis zum 31. Oktober 2018 Präsident des Bundesrates. Von Oktober 2020 bis September 2021 stand er der Ministerpräsidentenkonferenz vor. Seine Amtszeit war jedoch nicht ohne Kontroversen; er geriet in die Kritik wegen seines Verhaltens während der COVID-19-Pandemie und aufgrund von Ermittlungen, die zu einer Hausdurchsuchung führten. Zudem war der CO2-Ausstoß seines Dienstwagens höher als bei anderen Regierungschefs der deutschen Länder.
Nach dem Ende seiner Zeit als Regierender Bürgermeister im Jahr 2021 wurde Müller Mitglied des Deutschen Bundestages und gewann mit 27,9 Prozent der Erststimmen das Direktmandat. Er war Vorsitzender der Enquete-Kommission „Lehren aus Afghanistan“ und nahm am 16. September 2024 eine Reise nach Taiwan vor. Trotz seiner politischen Verdienste verlor er in der parteiinternen Vorwahl um einen Platz auf der Landesliste für die Bundestagswahl 2025 und konnte das Direktmandat im Wahlkreis Berlin-Charlottenburg – Wilmersdorf nicht erringen, was zu seinem Ausscheiden aus dem Bundestag führte.
Engagement und Ausblick
Michael Müller führt sein ehemaliges Wahlkreisbüro in Berlin-Charlottenburg unter dem Namen „Die Setzerei“ und ist Initiator des „Michael-Müller-hilft-Award“. Seit November 2025 ist er Vorsitzender des Bürgervereins Deutsche Gesellschaft. Im März 2026 wurde er zum Präsidenten des Berliner Landesverbands des Arbeiter-Samariter-Bunds Deutschland gewählt. Sein Engagement für soziale Themen und die Gemeinschaft zeigt sich nicht nur in seiner politischen Arbeit, sondern auch in seiner aktiven Teilnahme an Veranstaltungen, wie der interreligiösen Friedensdemonstration am Breitscheidplatz, an der er am 16. März 2017 teilnahm.
Michael Müller hat durch sein Wirken und seine politischen Ämter nicht nur Berlin, sondern auch die Bundespolitik geprägt. Weitere Informationen über ihn finden Sie auf seiner offiziellen Webseite hier.
Heute ist der 29.03.2026 und es bleibt abzuwarten, wie sich Müller weiterhin in der politischen Landschaft positionieren wird, insbesondere nach den Herausforderungen, die er in den letzten Jahren erlebt hat. Sein Werdegang und seine Initiativen könnten einen bedeutenden Einfluss auf die zukünftige Entwicklung Berlins und darüber hinaus haben.






