Der FC Internationale Berlin hat am 19. Februar 2026 im Roten Rathaus in Berlin den Zukunftspreis des Sports gewonnen. Diese Auszeichnung, die vom Landessportbund Berlin (LSB) verliehen wird, würdigt Projekte, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Für sein vorbildliches Engagement im Klimaschutz erhält der Verein ein Preisgeld von 7.000 Euro. Der FC Internationale, der rund 1.300 Mitglieder aus mehr als 70 Nationen zählt, überzeugte mit dem Projekt „INTERgenerational Climate Captains“. In diesem Rahmen haben zwölf ausgebildete „Klima-Kapitäne“ umweltfreundliche Projekte initiiert, die auf ein integratives Nachhaltigkeitskonzept abzielen.
Zu den Maßnahmen gehören Begrünungskonzepte für die Sportanlage, eine Fahrrad-Reparaturstation sowie ein Mülltrennsystem und wassersparende Infrastruktur. Diese Projekte zielen darauf ab, CO₂-Emissionen zu reduzieren, die Biodiversität zu fördern und Abfallvermeidung zu praktizieren. Der FC Internationale wurde im Jahr 2021 als erster nachhaltig zertifizierter Amateurverein Deutschlands anerkannt, was die Bedeutung seines Engagements im Bereich des Umweltschutzes unterstreicht. Thomas Härtel, Präsident des Landessportbundes Berlin, betonte die Motivation der Mitglieder, sich für diese wichtigen Themen einzusetzen.
Auszeichnung für soziale Verantwortung
Der zweite Platz ging an den Berliner Athletik Club 07, der für sein Projekt „move2respect“ 4.000 Euro erhält. Dieses Programm fördert Toleranz und Akzeptanz und bringt jüdische und muslimische Aktive in einem Tandemformat zusammen. Der dritte Platz wurde vom Rugby Club 03 Berlin belegt, der sich besonders für die Förderung des Mädchenrugbys einsetzt und drei reine Mädchenteams gegründet hat. Diese Initiativen sind Teil einer größeren Bewegung im Berliner Vereinssport, die das Engagement und die Innovationskraft der Sportvereine hervorhebt.
Insgesamt wurden bei dieser Veranstaltung 20 Projekte ausgezeichnet, die sich durch ihre Kreativität und ihren sozialen Beitrag hervorgetan haben. Plätze vier bis zehn erhielten jeweils 1.000 Euro, und die Plätze elf bis zwanzig wurden mit je 500 Euro prämiert. Diese Vielfalt an ausgezeichneten Projekten zeigt, wie Berliner Vereine Verantwortung übernehmen und aktiv zur Verbesserung des gesellschaftlichen Zusammenlebens und des Umweltschutzes beitragen.
Nachhaltigkeit im Sport: Ein wichtiger Trend
Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt auch in anderen Sportvereinen zunehmend an Bedeutung. Der Württembergische Landessportbund verfolgt die Leitlinie „Aus der Vereinspraxis für die Vereinspraxis“ und stellt nützliche Links zu Ideensammlungen und Informationsmaterial zur Verfügung, um Vereine nachhaltiger zu gestalten. Der Deutsche Badminton-Verband hat beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Badminton-Verband einen Leitfaden für nachhaltige Sport-Turniere entwickelt. Diese Initiativen sind Teil der 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs), die globalen Frieden, Wohlstand und Umweltschutz fördern.
Die N!-Charta Sport in Baden-Württemberg bietet eine freiwillige Selbstverpflichtung für mehr Nachhaltigkeit im Sport und unterstützt Vereine dabei, eigene Maßnahmen zu entwickeln. Solche Programme sind nicht nur wichtig, um den Klimawandel zu bekämpfen, sondern auch, um die soziale Verantwortung von Sportvereinen zu unterstreichen. Die Auszeichnung des FC Internationale Berlin ist daher ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Sport und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können.