Heute ist der 9.02.2026 und in Tempelhof-Schöneberg tut sich einiges im Bereich der Stadtentwicklung. Ein spannendes Projekt, das derzeit in der Nähe des Bahnhofs Südkreuz entsteht, ist das neue Stadtquartier „B’Ella Berlin“. Dieses Vorhaben umfasst eine Mischung aus Arbeiten, Wohnen und öffentlichen Angeboten und wird auf einer ehemaligen Industriefläche realisiert. Die Fertigstellung des Projekts ist für 2029 geplant und es wird eine Gesamtfläche von rund 75.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche bieten. Geplant sind zwei Büro- und Geschäftsgebäude sowie zwei Wohngebäude mit insgesamt 300 Wohnungen.
Besonders bemerkenswert ist, dass die STRABAG AG bereits einen Mietvertrag über mehr als 12.000 Quadratmeter Bürofläche abgeschlossen hat. Der Berliner Standort von STRABAG wird mit rund 700 Mitarbeitenden in das Quartier verlegt. Das nördliche Bürogebäude, entworfen von Nöfer Architekten, bietet rund 21.700 Quadratmeter Mietfläche, während das südliche Bürogebäude unter der Federführung von Tchoban Voss Architekten etwa 14.440 Quadratmeter umfasst. Das Quartier wird zudem durch einen begrünten Innenhof und eine 450 Meter lange Dachterrasse strukturiert, was den zukünftigen Bewohnern und Nutzern ein angenehmes Ambiente bieten wird. Weitere geplante Einrichtungen umfassen eine Kindertagesstätte, gastronomische Angebote sowie gemeinschaftlich nutzbare Flächen, die dem sozialen Austausch dienen sollen. Das Projekt legt großen Wert auf Nachhaltigkeit, Mobilität und soziale Ansätze.
Nachhaltige Energieversorgung
Ein zentrales Element des „B’Ella Berlin“-Projekts ist die nachhaltige Energieversorgung, die über eines der größten privaten Geothermiefelder Berlins realisiert wird. Dazu werden 285 Erdwärmesonden installiert, die Wärme aus bis zu 100 Metern Tiefe nutzen. Die Bohrarbeiten für diese nachhaltige Energieversorgung finden unweit des Bahnhofs Südkreuz statt. Das Bauvorhaben Südkreuz III, ebenfalls von dem US-amerikanischen Immobilienentwickler Hines realisiert, wird eine moderne Stadtstruktur schaffen, die bis 2026 abgeschlossen sein soll.
Die Energieversorgung wird durch ein modernes Geothermiesystem sichergestellt, das auf nachhaltige Bauweisen setzt. So sollen unter anderem Holzhybridkonstruktionen mit recyceltem Beton eingesetzt werden, um den ökologischen Fußabdruck des Projekts zu minimieren. Fünf Verteilerschächte werden angelegt, um die Erdwärme effizient zu nutzen. Vor den Arbeiten wurden Thermal Response Tests (TRT) durchgeführt, um die Wärmeleitfähigkeit des Untergrunds zu bestimmen und die Herausforderungen bei Bohrungen in 93 Metern Tiefe zu meistern.
Ein zukunftsweisendes Vorhaben
Die Entwicklungen rund um das Quartier „B’Ella Berlin“ sind nicht nur ein Beispiel für innovative Stadtplanung, sondern zeigen auch, wie wichtig Nachhaltigkeit und soziale Aspekte in modernen Bauprojekten sind. Hines strebt für das Projekt eine DGNB-Zertifizierung in Platin an, was die hohen Standards in Bezug auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit unterstreicht. Das Projekt wurde zudem für den „Real Estate Social Impact Investing Award“ nominiert, was die gesellschaftliche Relevanz und die positiven Auswirkungen auf die Nachbarschaft hervorhebt.
Die Lage des Quartiers bietet zudem eine hervorragende Anbindung an den Fern- und Regionalverkehr sowie die S-Bahn und den Flughafenexpress. Nahversorgung, Cafés und Grünflächen sind fußläufig erreichbar, was die Lebensqualität für zukünftige Bewohner und Mitarbeiter erheblich steigern wird. Insgesamt entstehen hier nicht nur neue Wohn- und Gewerbeflächen, sondern auch ein lebendiges, nachhaltiges Umfeld, das den Bedürfnissen der Stadtbevölkerung gerecht wird.
Für weitere Informationen zu diesem spannenden Thema besuchen Sie bitte die Website der Entwicklungsstadt und die Seite von Stadt und Werk.