In Berlin, besonders im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, sorgt eine unerwartete Situation für Aufregung: Nach einem massiven Stromausfall sind zahlreiche ausgediente Weihnachtsbäume auf den Gehwegen zu finden. Dieser Stromausfall, der vom 3. bis 8. Januar dauerte, betraf etwa 100.000 Menschen und führte dazu, dass viele Haushalte ihre Weihnachtsbäume nicht rechtzeitig entsorgen konnten. Die Abholtermine der Berliner Stadtreinigung (BSR) waren bereits am 24. Januar verstrichen, und auch Mariä Lichtmess am 2. Februar ist inzwischen vergangen, traditionell der letzte Tag für die Entfernung der Weihnachtsbäume.
In den Straßen der Breisgauer Straße und im Ilsensteinweg in Schlachtensee sowie in der Nickisch-Rosenegk-Straße in Nikolassee sind die Weihnachtsbäume besonders zahlreich. Ein Sprecher der BSR bestätigte, dass in Zehlendorf vermehrt Weihnachtsbäume gemeldet wurden. Die Haushalte in der Nickisch-Rosenegk-Straße gehörten zu den letzten, die wieder mit Strom versorgt wurden. Die aktuelle Situation ist eine direkte Folge der Notlage, die durch den Stromausfall verursacht wurde, einschließlich der Rettungsaktionen für Menschen in kalten Wohnungen und der Versorgung mit dem Notwendigsten.
BSR reagiert auf die Herausforderung
Die BSR hat bereits mit der Abholung der Weihnachtsbäume begonnen und plant, dies auch weiterhin zu tun. Bürger können die Fundorte der Bäume online beim BSR melden oder das BSR-Service-Center unter der Telefonnummer +49 30 7592-4900 anrufen. Zudem gibt es die Möglichkeit, die Bäume kostenlos zu einem BSR-Recyclinghof zu bringen. Wichtig ist, dass der Weihnachtsbaum am Vorabend oder bis spätestens 6 Uhr am Abholtag an den Straßenrand gelegt wird. Er muss komplett abgeschmückt sein, einschließlich der Entfernung von Lametta, und darf nicht verpackt oder zerkleinert sein. Weihnachtsbäume gehören zudem nicht in die Biotonne, da Stämme und Äste für die Vergärung ungeeignet sind.
Im Durchschnitt sammelt die BSR jährlich rund 2.100 Tonnen Weihnachtsbäume in Berlin ein. Diese gesammelten Bäume werden geschreddert, wobei über zwei Drittel des Schredderguts in Großkompostieranlagen verwertet werden, während knapp ein Drittel zur Energieerzeugung in regionalen Biomassekraftwerken eingesetzt wird. Die BSR ist das größte kommunale Straßenreinigungs- und Abfallwirtschaftsunternehmen Deutschlands, mit über 6.200 Beschäftigten, und hat zu ihren Kernaufgaben die Straßenreinigung, den Winterdienst und die Müllabfuhr.
Ausblick auf die kommenden Jahre
Für das Jahr 2025 hat die BSR bereits den Abholzeitraum für ausgediente Weihnachtsbäume festgelegt: vom 8. bis 21. Januar. Pro Stadtteil wird es zwei Abholtermine geben, die über den digitalen Abfuhrkalender auf www.bsr.de/weihnachtsbaum-entdecker-service eingesehen werden können. Alternativ können die Abholtermine auch telefonisch erfragt werden. Die BSR betont, dass die eingesammelten Weihnachtsbäume nicht als Elefantenfutter verwendet werden, da nur ungenutzte Bäume von Verkaufsstellen dafür geeignet sind.
Die gegenwärtige Situation in Steglitz-Zehlendorf verdeutlicht, wie wichtig eine gut organisierte Abfallwirtschaft ist, besonders in Krisenzeiten. Die BSR zeigt sich flexibel und reagiert auf die Notlage der Bürger, während sie gleichzeitig die umweltfreundliche Entsorgung der Weihnachtsbäume sicherstellt.