Am Morgen des 25. Oktober 2023 brach in einem Mehrfamilienhaus in der Leydenallee in Berlin-Steglitz ein Vollbrand aus. Um 8.30 Uhr alarmierten Anwohner die Feuerwehr, als die Flammen in einer Wohnung sichtbar wurden. Die Feuerwehr rückte rasch mit 76 Einsatzkräften an, um die Situation unter Kontrolle zu bringen und alle Bewohner zu evakuieren. Rund 40 Personen waren von der starken Rauchentwicklung betroffen, die einen eigenständigen Fluchtweg versperrte.

Die Brandursache ist derzeit noch unklar, aber es wird vermutet, dass der Elektroverteilerschrank im Erdgeschoss des Treppenhauses eine Rolle spielt. Während die Feuerwehr das Feuer löschte, machten einige Bewohner auf Balkonen und an Fenstern auf sich aufmerksam. Glücklicherweise wurden bis jetzt keine schweren Verletzten gemeldet. Zwei Bewohner der Brandwohnung, ein 78-jähriger Mann und eine 69-jährige Frau, erlitten jedoch Rauchgasvergiftungen und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Drei weitere Hausbewohner, darunter ein neunjähriges Mädchen, wurden ambulant behandelt.

Evakuierung und Unterstützung der Bewohner

Die Evakuierung stellte sich als notwendig heraus, da der Eingang des Gebäudes aufgrund der starken Rauchentwicklung versperrt war. Die Feuerwehr sorgte dafür, dass alle Bewohner sicher in Sicherheit gebracht wurden. Für die Betroffenen wurde ein Linienbus der BVG bereitgestellt, um sie vorübergehend unterzubringen, bis sie wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können. Das Bezirksamt hat bereits Notunterkünfte organisiert für diejenigen, die nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkommen konnten.

Die Leydenallee, Schützstraße und Berlinickestraße waren bis 11.45 Uhr für den Fahrzeugverkehr gesperrt, was auch den öffentlichen Nahverkehr beeinträchtigte. Die Kreuzung Wolfensteindamm/Birkbuschstraße war von 8.50 Uhr bis 9.55 Uhr nicht passierbar. Während die Feuerwehr die Lage im Griff hatte, liefen parallel die Ermittlungen zur Brandursache.

Brandschutzstatistik und Präventionsmaßnahmen

Die Situation in Steglitz wirft einen Blick auf die allgemeine Brandschutzsituation in Deutschland. Laut der vfdb-Brandschadenstatistik, einer umfassenden Sammlung statistischer Daten zu Gebäudebränden, sind Küchen mit 27 % der häufigsten Brandursachen in Wohngebäuden verantwortlich. Interessanterweise ereignen sich 83 % der Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss, während Brände in höheren Stockwerken seltener, aber erheblich schädlicher sind.

Die vfdb hat in den letzten Jahren eine zentrale Deutsche Brandstatistik entwickelt, die verschiedene Datenquellen vereint, darunter die polizeiliche Kriminalstatistik und die Brandursachenstatistik des Instituts für Schadenverhütung. Diese Daten sind entscheidend, um fundierte Entscheidungen im Brandschutz zu treffen und neue Brandrisiken, wie Elektromobilität, zu berücksichtigen. Eine modernisierte Datenerfassung ermöglicht es Feuerwehren, ihre Einsätze besser zu dokumentieren und somit zur Verbesserung des vorbeugenden Brandschutzes beizutragen.

Die Ereignisse in der Leydenallee sind ein eindringlicher Reminder, wie wichtig effektive Brandschutzmaßnahmen und schnelle Reaktionen der Einsatzkräfte sind, um Leben zu retten und Schäden zu minimieren. Um mehr über die Brandursachen und die Präventionsmaßnahmen zu erfahren, können interessierte Leser die Berichterstattung des Tagesspiegels und die Polizeimeldung sowie die Informationen der vfdb zu Rate ziehen.