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Der Parkfriedhof Lichterfelde ist ein städtischer Friedhof im Bezirk Steglitz-Zehlendorf in Berlin, der eine interessante Geschichte und beeindruckende Architektur aufweist. Das Friedhofsgelände erstreckt sich zwischen dem Thuner Platz und dem Platz des 4. Juli, wobei der Haupteingang am Thuner Platz zu finden ist. Der Friedhof steht als Gartendenkmal unter Denkmalschutz und bietet einen ruhigen Rückzugsort inmitten der urbanen Umgebung. Die Anreise ist bequem mit den Buslinien 112, 188 und N88 möglich, und die Adresse lautet Thuner Platz 21, 12205 Berlin.

Die Entstehung des Friedhofs geht auf das Jahr 1905 zurück, als der Gemeinderat von Groß Lichterfelde beschloss, einen großen Friedhof anzulegen, um dem steigenden Bedarf an Begräbnismöglichkeiten gerecht zu werden. Der Entwurf stammt von dem Landschaftsarchitekten Friedrich Bauer. Die eigentliche Anlage fand zwischen 1908 und 1911 unter der Aufsicht von Gartenbauinspektor Paul Eschenbach statt. Die erste Beisetzung fand am 17. Mai 1911 statt, und der Friedhof hatte zu Beginn eine Fläche von 8,6 Hektar.

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Die Gestaltung und Architektur des Friedhofs

Der Parkfriedhof Lichterfelde ist nicht nur für seine Begräbnismöglichkeiten bekannt, sondern auch für seine ansprechende Gestaltung. Die Hauptachse des Friedhofs endet an einem Brunnentempel, während die Talwiese im alten Friedhofsteil frei von Grabstätten ist. Die Friedhofskapelle, die nach Plänen von Ernst Petersen erbaut wurde, entstand im Jahr 1910 und bietet einen eindrucksvollen Blickfang innerhalb der Anlage.

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Im Zentrum des Friedhofs befindet sich ein Grabmal für die Berliner Rotkreuzschwestern, das 1920 eingeweiht wurde. Darüber hinaus gibt es einen Ehrenhain für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, in dem 64 Soldaten ruhen. Im hinteren Teil des Friedhofs wurden Kriegsgräber des Zweiten Weltkriegs angelegt, die insgesamt 2089 Opfer beherbergen. Diese Aspekte machen den Parkfriedhof Lichterfelde zu einem bedeutenden Ort der Erinnerung.

Prominente Persönlichkeiten und Bestattungen

Der Friedhof hat sich im Laufe der Jahre zu einem beliebten Bestattungsplatz entwickelt und beherbergt die Gräber zahlreicher prominenter Persönlichkeiten. Dazu zählen Karl Abraham, ein bedeutender Psychoanalytiker, Otto Dibelius, ein einflussreicher Bischof, und Sebastian Haffner, ein bekannter Historiker. Weitere prominente Gräber sind die von Arthur Berson, einem Ballonfahrer und Meteorologen, Herbert von Bose, einem Widerstandskämpfer, sowie Robert Kempner, dem Anklagevertreter der USA während der Nürnberger Prozesse. Auch Kurt von Schleicher, ein General und Reichskanzler, fand hier seine letzte Ruhestätte.

Die Verwaltung des Friedhofs obliegt dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, das auch für die Bestattungskosten zuständig ist. Diese variieren je nach Grabart und Nutzungszeit und reichen von 940,00 bis 1.960,00 Euro für eine Erdbestattung und von 830,00 bis 1.500,00 Euro für eine Urnenbestattung. Die Gebühren für Beisetzungen liegen zwischen 220,00 und 290,00 Euro für Sargbeisetzungen sowie 160,00 Euro für Urnenbeisetzungen.

Öffnungszeiten und Kontakt

Der Parkfriedhof Lichterfelde ist regelmäßig von 08:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. Änderungen der Öffnungszeiten werden durch Hinweistafeln an den Eingängen bekannt gegeben. Für weitere Informationen oder Anliegen können Interessierte die Verwaltung des Friedhofs kontaktieren. Die Kontaktdaten des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf lauten: Onkel-Tom-Straße 26, 14169 Berlin, Telefon: 030 90299-5450, Fax: 030 90299-6398, E-Mail: fb-gruen@ba-sz.berlin.de.

Insgesamt ist der Parkfriedhof Lichterfelde nicht nur ein Ort der Trauer und des Gedenkens, sondern auch ein bedeutsamer Bestandteil der Berliner Geschichte und Kultur. Seine ruhige Atmosphäre, die beeindruckende Landschaftsgestaltung und die Vielzahl bekannter Persönlichkeiten, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, machen ihn zu einem einzigartigen Ort in der Hauptstadt.