Heute ist der 22.03.2026. In Steglitz-Zehlendorf, einem der charmantesten Stadtteile Berlins, trauern die Anwohner um einen ganz besonderen Menschen: Harald Kortmann, besser bekannt als der „Baumkobold“. Er ist am 21.03.2026 verstorben und hinterlässt ein Erbe, das die lokale Kulturlandschaft nachhaltig geprägt hat. Kortmann war nicht nur ein Künstler, sondern auch ein leidenschaftlicher Umweltschützer, der mit seinen kreativen Baumkobolden auf das Verschwinden von Stadtbäumen aufmerksam machte.
Seine kleinen Holzfiguren, die er in den Bäumen der Umgebung platzierte, sind nicht nur liebevolle Kunstwerke, sondern auch ein eindringlicher Appell an die Gesellschaft, die Natur zu schützen. Viele seiner Kobolde stehen bereits seit über fünf Jahren und sind Teil des Stadtbildes geworden. In einer Zeit, in der viele Menschen die Verbindung zur Natur verlieren, hat Kortmann es geschafft, durch seine Kunst eine Brücke zu schlagen. Die Beerdigung von Harald Kortmann ist für den 08.05.2026 geplant, und seine Freunde sowie Bekannte haben sich dafür eingesetzt, ihm eine würdige Trauerfeier zu ermöglichen, um ihm die letzte Ehre zu erweisen und ihm einen Platz neben seiner Mutter zu geben. Das Spendenziel von 5.001 € wurde bereits erreicht, und keine weiteren Spenden werden ab jetzt angenommen. Für mehr Informationen besuchen Sie bitte diese Seite.
Die Kunst des Baumkobolds
Was macht die Baumkobolde von Harald Kortmann so besonders? Sie sind nicht nur ein Ausdruck seiner Kreativität, sondern auch ein Teil seiner Mission, auf die Gefahren der Urbanisierung und das Verschwinden von Bäumen aufmerksam zu machen. Die Kobolde sind in vielen Parks und Straßen von Steglitz-Zehlendorf zu finden und haben sich zu einem Wahrzeichen der Nachbarschaft entwickelt. Kortmanns Werk ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Kunst und Umweltschutz Hand in Hand gehen können.
Doch nicht nur Kortmann hat in Berlin mit seiner Kunst gewirkt. Im Treptower Park ist der französischstämmige Künstler Olivier Jaffrot aktiv, der sich ebenfalls der Naturkunst verschrieben hat. Seit über einem Jahrzehnt schafft er Baumskulpturen, die die Beziehung zwischen Mensch und Natur thematisieren. Jaffrot hat sich die Technik der Holzbearbeitung selbst beigebracht und nutzt alte Hohlbeitel als Werkzeuge, um seine Werke zu gestalten. Seine Arbeiten sind eine Art „Land Art“, die im Dialog mit der Natur steht und oft viel Zeit in Anspruch nimmt – im Gegensatz zur meist schnelllebigen Street Art.
Die Herausforderungen der Naturkunst
Trotz der Begeisterung für seine Kunst sieht sich Jaffrot mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Er hat in der Vergangenheit mit dem Straßen- und Grünflächenamt zu kämpfen gehabt, das ihm zunächst die Erlaubnis gegeben hatte, im Park zu arbeiten, jedoch kurz darauf ein Verbot aussprach. Die zuständige Bezirksstadträtin Claudia Leistner hat jedoch angekündigt, dass Jaffrot vorerst weiterarbeiten kann, während eine Lösung gesucht wird. Es ist ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, die Stimme der Naturkünstler zu hören und ihre wertvolle Arbeit zu unterstützen.
In einer Zeit, in der die Natur zunehmend in den Hintergrund gedrängt wird, sind Künstler wie Harald Kortmann und Olivier Jaffrot von großer Bedeutung. Ihre Arbeiten sind nicht nur Kunstobjekte, sondern auch Botschaften, die uns daran erinnern, wie wichtig es ist, unsere Umwelt zu schützen und zu schätzen. Die Trauer um Kortmann ist auch eine Gelegenheit, über die Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum nachzudenken und darüber, wie sie uns helfen kann, unsere Verbindung zur Natur zu stärken.
Für weitere Informationen über den Baumkobold und die Trauerfeier besuchen Sie bitte diesen Artikel.


