Heute ist der 13.02.2026 und in Steglitz-Zehlendorf steht ein spannendes Publikumsgespräch an, das sich mit Themen beschäftigt, die oft im Verborgenen bleiben: der weibliche Körper, Sexualität und der Zyklus. Diese Themen werden häufig tabuisiert und nicht ernst genommen, obwohl sie für viele Frauen von zentraler Bedeutung sind. Anlässlich des Weltfrauentags wird am Freitag, den 13. März 2026, von 18:00 bis 20:00 Uhr in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek ein Gespräch mit Prof. Dr. Mandy Mangler und Esther Kogelboom, Gastgeberinnen des Podcasts „Gyncast“, stattfinden. Der Podcast widmet sich der Frauengesundheit und hat sich zum Ziel gesetzt, Mythen zu korrigieren, Aufklärung zu leisten und das Selbstbewusstsein über den eigenen Körper zu fördern. Die Veranstaltung wird von der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek, der Frauenbeauftragten und dem Frauenbeirat organisiert, und die Teilnahme ist kostenlos, eine Voranmeldung wird jedoch empfohlen. Für Anmeldungen steht die Telefonnummer (030) 90299 2410 oder die E-Mail-Adresse event-bibliothek@ba-sz.berlin.de zur Verfügung.

Ein zentrales Thema des Gesprächs wird die Menopause sein, ein Lebensabschnitt, der viele Frauen betrifft, oft aber nicht ausreichend besprochen wird. In der Perimenopause, der Übergangsphase zur Menopause, ist es besonders wichtig, über Verhütung nachzudenken, falls eine Schwangerschaft unerwünscht ist. Laut der Menopause-Gesellschaft führen in Deutschland Frauen im Alter von 40 bis 44 Jahren jährlich etwa 7.000 Schwangerschaftsabbrüche durch, und in der Altersgruppe ≥ 45 Jahre sind es etwa 650. Daher ist eine sichere Kontrazeption in dieser Lebensphase von Bedeutung, da Schwangerschaften oft unerwartet und unerwünscht sind.

Verhütung und Gesundheit in der Perimenopause

Frauen in der Perimenopause können alle Kontrazeptiva anwenden, sofern keine speziellen Kontraindikationen vorliegen. Es ist jedoch ratsam, bei der Wahl der Verhütungsmittel auch die individuellen Risiken zu berücksichtigen. In diesem Alter können gesundheitliche Risiken wie Übergewicht, Bluthochdruck oder Migräne eine Rolle spielen. Hormonale Kontrazeptiva bieten nicht nur eine Verhütungsmöglichkeit, sondern können auch zusätzliche Vorteile wie die Verbesserung von Blutungsstörungen und die Linderung von vasomotorischen Beschwerden wie Hitzewallungen bieten. Diese Vorteile sind besonders relevant für Frauen, die in dieser Lebensphase mit solchen Symptomen zu kämpfen haben.

Die WHO bietet hilfreiche Empfehlungen zur Verhütung in der Perimenopause, die Frauen als Entscheidungshilfe dienen können. Bei Frauen mit Risikofaktoren wie Adipositas oder Bluthochdruck sollten estrogenfreie Verhütungsmethoden bevorzugt werden. Es ist wichtig, dass Frauen, die einem Risiko für sexuell übertragbare Erkrankungen ausgesetzt sind, zusätzlich Kondome verwenden, unabhängig von der gewählten Verhütungsmethode.

Ein wichtiges Gespräch für Frauen

Die bevorstehende Veranstaltung in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek stellt eine wertvolle Gelegenheit dar, um über diese oft tabuisierten Themen zu sprechen und sich mit Expertinnen auszutauschen. Es ist unerlässlich, dass Frauen über ihre Gesundheit und ihren Körper informiert sind und sich in der Gesellschaft Gehör verschaffen. Das Publikumsgespräch mit Prof. Dr. Mandy Mangler und Esther Kogelboom wird dazu beitragen, das Bewusstsein für die Herausforderungen der Frauengesundheit zu stärken und zu einer offenen Diskussion über Menopause, Verhütung und untererforschte Frauenkrankheiten anzuregen.

Für weitere Informationen und zur Anmeldung, besuchen Sie bitte die Webseite der Veranstaltung oder kontaktieren Sie die Bibliothek direkt. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um mehr über Ihren Körper zu erfahren und sich über wichtige Themen der Frauengesundheit auszutauschen.