Das Kant-Gymnasium in Berlin, eine traditionsreiche Bildungseinrichtung, wurde vor mehr als 160 Jahren gegründet und hat seither eine bedeutende Rolle in der Bildungslandschaft der Stadt gespielt. Doch das aktuelle Gebäude, in dem die Schule untergebracht ist, ist nicht so alt wie die Einrichtung selbst und weist erhebliche Mängel auf: Undichte Dächer, Bauzäune, die seit Jahren den Hof zieren, fehlende Fahrstühle und veraltete Technik sind nur einige der Probleme, mit denen die Schule konfrontiert ist. Eine umfassende Sanierung des Kant-Gymnasiums rückt nun näher, mit neuen Entwicklungen, die im Frühjahr 2026 erwartet werden. Schulchef Marc Vehlow äußert sich erfreut über die Fortschritte und die bevorstehenden Veränderungen, die das Schulleben bereichern sollen. Weitere Informationen stammen aus dem Rathaus Spandau und der Schule selbst, die sich aktiv an der Planung beteiligen. (Quelle: Tagesspiegel)

Die Schulgemeinschaft am Kant-Gymnasium wird von vielen als positiv erlebt. R. Thurau, eine ehemalige Lehrerin, hebt die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft von Lehrern und Schülern hervor. Auch die Eltern zeigen sich zufrieden: M. Magnor, Mutter einer Schülerin, berichtet, dass ihre Tochter die Schule seit der 5. Klasse besucht und besonders die Leitung von Herrn Vehlow schätzt. Dieser wird als leidenschaftlicher Schulleiter beschrieben, der offen für Ideen ist und die Schule während der Covid-19-Pandemie gut geführt hat.

Erinnerungen und Erfahrungen

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass das Kant-Gymnasium viele positive Erinnerungen geschaffen hat. A. Jurczok, ein ehemaliger Lehrer, reflektiert über seine 32 Jahre an der Schule und hebt die wertschätzende Atmosphäre zwischen Lehrern, Eltern und Schülern hervor. Marcus Weichert, ein ehemaliger Schüler und Geschäftsführer, erinnert sich an engagierte Lehrer und einen klaren Wertekompass während seiner Schulzeit. Diese positiven Erfahrungen scheinen über die Jahre hinweg konstant geblieben zu sein.

Die Beziehungen zu Schülern und Eltern sind für viele Lehrer von großer Bedeutung. L. Litzinger, ein ehemaliger Lehrer, betont die Wichtigkeit von Austauschfahrten im Fach Französisch, während J. Busche, ein weiterer ehemaliger Schüler, gerne an seine Schulzeit zurückdenkt, auch wenn sich die Gestaltung des Schulgebäudes über 40 Jahre kaum verändert hat. Melanie Santana Griebsch, eine ehemalige Schülerin, berichtet von den jährlichen Ehemaligen-Treffen und den Freundschaften, die ein Leben lang halten können. Lukas Binting, ebenfalls ein ehemaliger Schüler, hebt die Bedeutung gemeinsamer Erlebnisse wie der Skifahrt in der Oberstufe hervor.

Ein Blick auf Reformpädagogik

In einem breiteren pädagogischen Kontext ist es interessant zu betrachten, wie Reformpädagogik, die in Europa, Nordamerika und Palästina von 1890 bis etwa 1950 in verschiedenen Programmen und Reformversuchen existierte, auch heute noch Auswirkungen auf Schulen wie das Kant-Gymnasium hat. Reformpädagogische Ansätze, die sich auf aktive Kinder, kreative Lernmethoden und Freiheit in der Erziehung konzentrieren, spiegeln sich in den positiven Erfahrungen der Schulgemeinschaft wider.

Aktuelle Diskussionen in der Erziehungswissenschaft beleuchten die Bedeutung reformpädagogischer Ideen, die auf Mängel in staatlichen Schulen reagieren. Dabei wird deutlich, dass Reformpädagogik als wertvolle Quelle für Innovationen in der Bildung angesehen wird. Schulen, die diese Prinzipien umsetzen, fördern nicht nur das individuelle Lernen, sondern auch die sozialen Beziehungen innerhalb der Schulgemeinschaft.

Insgesamt zeigt sich, dass das Kant-Gymnasium nicht nur auf eine lange Tradition zurückblickt, sondern auch in Zukunft durch Sanierung und innovative pädagogische Konzepte gestärkt wird. Die Vorfreude auf die Veränderungen im Frühjahr 2026 ist groß, und die Schulgemeinschaft blickt optimistisch in die Zukunft. (Quelle: Socialnet)