Am 26. September 2025 kündigt der Bezirk Spandau eine Reihe von Veranstaltungen im Rahmen des „Spandauer Mädchen- und Frauenmärz“ an, in Verbindung mit den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“. Der Internationale Frauentag, der jedes Jahr am 8. März gefeiert wird, steht vor der Tür und wird durch ein vielfältiges Programm an Aktionen, Workshops, Führungen und Konzerten ergänzt. Geplant sind auch Rückblicke auf vergangene Veranstaltungen, die zwischen 1911 und heute entstanden sind, um die Entwicklung der Geschlechtergleichstellung zu beleuchten. Der Ursprung des Internationalen Frauentags geht auf eine Initiative sozialistischer Organisationen vor dem Ersten Weltkrieg zurück. Der erste internationale Frauentag fand 1911 in mehreren europäischen Ländern statt, wobei der 8. März 1921 als fester Termin festgelegt wurde. Berlin.de berichtet, dass Aspekte dieser Tradition auch in das aktuelle Programm einfließen.

In den vergangen Jahren wurde der Frauentag in Berlin 2019 als gesetzlicher Feiertag eingeführt. Dies geschah im Kontext der weltweiten Mobilisierung für Frauenrechte. Der Internationale Frauentag hat nicht nur geschichtliche Wurzeln, die bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückreichen, sondern wurde 1975 von den Vereinten Nationen institutionalisiert. Ziel ist es, gegen Diskriminierung und Gewalt zu kämpfen sowie Geschlechtergleichheit zu fördern. Wikipedia stellt dar, dass diese Themen auch im aktuellen Motto für den Frauentag 2025 widergespiegelt werden: „Für ALLE Frauen und Mädchen: Rechte, Gleichwertigkeit und Empowerment.”

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Spandauer Aktionsmärz 2026

Für den kommenden Aktionsmärz 2026 sind bereits Planungstreffen angesetzt. Diese finden online am 10. Oktober und vor Ort im Rathaus Spandau am 11. November statt. Interessierte sind eingeladen, eigene Ideen einzubringen und zu aktivieren. Rückblickende Veranstaltungen aus dem Vorjahr umfassten beispielsweise klassische Klangwelten von Frauen, Rap-Workshops und historische Stadtspaziergänge, welche die Geschlechtergeschichte Spandaus näherbrachten. Das Programm unterstreicht die Vielfalt und die Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme. Am 21. März 2025 fand ein Zeichen gegen Rassismus vor dem Rathaus Spandau statt, um den internationalen Rassismustag zu würdigen.

Die Herausforderungen in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit sind nach wie vor groß. bpb.de hebt hervor, dass weltweit nach wie vor Gewalt, Diskriminierung und Ausbeutung von Frauen und Mädchen an der Tagesordnung sind. Jedes dritte Mädchen und Frau erfährt im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexualisierte Gewalt. Statistiken zeigen auch, dass in Deutschland 2023 über 167.000 Fälle von Partnerschaftsgewalt angezeigt wurden, wovon die Mehrheit weibliche Opfer waren. Diese Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit, den Internationalen Frauentag nicht nur als Erinnerung, sondern als Aufforderung zum Handeln zu betrachten.

Globale Perspektive auf Geschlechtergerechtigkeit

Die UN berichtet von einer langsamen, aber fragilen Verbesserung der Geschlechtergerechtigkeit. Im Sustainable Development Report 2024 wird deutlich, dass trotz positiver Veränderungen viele Herausforderungen bleiben. So fehlt in 67 von 120 Ländern die gesetzliche Absicherung gegen Diskriminierung von Frauen, und in 28 Ländern haben Frauen keine rechtliche Mitbestimmung bei Ehe und Scheidung. Dies steht im krassen Gegensatz zu den Fortschritten, die in manchen Gegenden erzielt wurden.

Die kommenden Veranstaltungen im Spandauer Mädchen- und Frauenmärz werden eine Plattform bieten, um auf diese Missstände aufmerksam zu machen und Lösungen zu diskutieren. Die Verbundenheit mit den Internationalen Wochen gegen Rassismus könnte zudem dazu beitragen, gemeinsame Anliegen zu fördern und eine breitere Öffentlichkeit für die Thematik zu sensibilisieren.

Weitere Informationen zu den geplanten Veranstaltungen sind auf der Webseite des Spandauer Aktionsmärz erhältlich: Spandauer Aktionsmärz.