Heute ist der 5.03.2026 und in Spandau tut sich einiges. Im Rahmen eines Interviews mit dem Rathauschef Frank Bewig wurden spannende Themen angesprochen, die das Wahljahr 2026 prägen werden. Der Fokus liegt unter anderem auf wichtigen Infrastrukturprojekten wie den Spatenstichen für neue Bauvorhaben und der geplanten neuen S-Bahnstrecke. Insbesondere in Berlin-Kladow wird nach dem Frost wieder gearbeitet, wobei der Kulturpark mit einem beeindruckenden Wannsee-Panorama sowie zwei Bundeswehr-Kasernen und ein überraschendes Wohnungsbauprojekt im Mittelpunkt stehen.
Besonders hervorzuheben ist die bevorstehende Wiederinbetriebnahme der Siemensbahn, die 1980 nach einem Eisenbahnerstreik stillgelegt wurde. Der Wiederaufbau startet 2026, mit einer geplanten Fertigstellung bis 2029. Bundeskanzler Olaf Scholz gab im Juni 2024 den Startschuss für das Quartier „Siemensstadt Square“, wo bis 2035 rund 20.000 Arbeitsplätze und 7.000 Wohnungen entstehen sollen. Die neue S-Bahnstrecke wird eine Länge von 4,5 Kilometern haben und soll täglich bis zu 40.000 Fahrgäste befördern. Die Deutsche Bahn hat bereits die Ausschreibung für die Planungsleistungen zur Wiederinbetriebnahme veröffentlicht. Die Bauarbeiten umfassen die Sanierung des Stahlviadukts, den Bau einer neuen Spreebrücke und neue Stromversorgungsmaßnahmen. Die Gesamtkosten des Projekts werden auf mindestens 880 Millionen Euro geschätzt.
Verkehrsinfrastruktur und Mobilitätskonzepte
Die Siemensbahn wird nicht nur als Verkehrsanbindung, sondern auch als Teil eines größeren Mobilitätskonzepts betrachtet. Der Berliner Senat hat am 2. März 2021 den StEP MoVe beschlossen, der als strategischer Handlungsrahmen für Verkehr bis 2030 dient. Hierbei wird das Ziel verfolgt, den Trend zu mehr Kfz-Verkehr zu bremsen und stattdessen den Umweltverbund, also Fuß- und Radverkehr sowie Busse und Bahnen, zu stärken. Der Anteil des Umweltverbundes soll bis 2030 von 74 % auf 82 % steigen. Dies könnte in der Zukunft auch die Lebensqualität in Berlin erheblich verbessern.
Ein wichtiges Element des StEP MoVe ist die geplante Zero Emission Zone, die nur Fahrzeuge mit sauberen Antrieben zulassen wird. Diese Maßnahme soll sowohl den Klimaschutz als auch die Luftqualität verbessern und orientiert sich an erfolgreichen Beispielen anderer europäischer Staaten.
Die Rolle der Zusammenarbeit
Rathauschef Frank Bewig betonte in seinem Interview die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der SPD und den Grünen, um diese ambitionierten Projekte voranzutreiben. Auch ein Tennismatch mit Kai Wegner wurde humorvoll erwähnt, als Symbol für den sportlichen und zugleich kooperativen Geist, der in der Politik Spandaus herrscht.
Insgesamt steht Spandau vor einer aufregenden Zukunft, die nicht nur durch neue Verkehrsanbindungen, sondern auch durch ein starkes Engagement für umweltfreundliche und nachhaltige Mobilität geprägt ist. Die Herausforderungen sind groß, aber die Perspektiven sind vielversprechend. Für weitere Informationen zu den Entwicklungen in Spandau können Sie das vollständige Interview mit Frank Bewig auf Tagesspiegel nachlesen, während Details zur Siemensbahn auf Entwicklungsstadt zu finden sind. Informationen zum Verkehrskonzept des Berliner Senats gibt es auf der Seite des Berliner Senats.


