Heute ist der 9.04.2026, und die Reisenden, die sich auf Flüge mit der Lufthansa freuen, müssen sich auf einen turbulenten Freitag einstellen. Flugbegleiter der Lufthansa sind für morgen zu einem Streik aufgerufen, der in der Zeit von 00.01 Uhr bis 22.00 Uhr stattfinden wird. Betroffen sind alle Abflüge der Deutschen Lufthansa AG von den Flughäfen Frankfurt und München sowie alle Abflüge der Lufthansa CityLine von mehreren deutschen Flughäfen, darunter Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover. Dies bedeutet, dass eine Vielzahl von Passagieren während der Rückreise nach den Osterferien mit Verspätungen und Ausfällen rechnen muss. Laut der Gewerkschaft Ufo stimmten rund 94% der Kabinenbeschäftigten der Lufthansa und knapp 99% der Cityline für diesen Arbeitskampf, nachdem die Tarifverhandlungen gescheitert waren.
Ufo-Vorsitzender Joachim Vázquez Bürger bedauert die Beeinträchtigungen für Reisende, die aus den Ferien zurückkehren. Er kritisierte auch Lufthansa für das Fehlen eines verhandlungsfähigen Angebots und forderte eine bessere Planbarkeit der Einsätze sowie längere Kündigungsfristen. Der Konflikt betrifft nicht nur die Tarifverhandlungen zum Manteltarif, sondern auch einen fehlenden Sozialtarifvertrag bei der Cityline, der rund 800 Existenzen betrifft. Diese Regionaltochter steht vor der Schließung, und es wird bereits eine neue Gesellschaft namens Lufthansa City Airlines gegründet.
Ein Aufruf zum Streik
Die Gewerkschaft Ufo hat zu diesem eintägigen Arbeitskampf aufgerufen, um Druck auf die Lufthansa auszuüben. Der Streik betrifft sowohl die Kernmarke Lufthansa als auch die Zubringergesellschaft Cityline. An neun deutschen Flughäfen werden die Kabinenbeschäftigten die Arbeit niederlegen. Dies könnte für viele Reisende zu erheblichen Schwierigkeiten führen, da die Fluggäste besonders hart getroffen werden, da der Streik mitten im Rückreiseverkehr nach den Osterferien stattfindet.
Die Lufthansa hat den Streik als vermeidbar bezeichnet und fordert die Gewerkschaft auf, die Gespräche wieder aufzunehmen. Die Situation wird durch die Tatsache verschärft, dass die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit bereits Mitte Februar einen Streik durchgeführt hat, der zu massiven Flugausfällen führte. Rund 19.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter bei Lufthansa sind von dieser Situation betroffen, und die Auswirkungen werden in den kommenden Tagen deutlich spürbar sein.
Hintergrund und Ausblick
Die aktuellen Entwicklungen werfen ein Licht auf die Herausforderungen, mit denen die Luftfahrtindustrie konfrontiert ist. Der Streik, der morgen stattfinden wird, ist Teil eines größeren Konflikts um die Arbeitsbedingungen in der Branche, die durch die Pandemie und wirtschaftliche Unsicherheiten stark belastet wurde. Ein weiterer Aspekt ist die bevorstehende Schließung der Regionaltochter Cityline, was nicht nur die betroffenen Mitarbeiter, sondern auch die gesamte Branche vor neue Herausforderungen stellt. Die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und der Lufthansa werden in den kommenden Tagen und Wochen entscheidend sein, um eine Lösung zu finden und zukünftige Streiks zu vermeiden. Weitere Informationen zu den Entwicklungen in der Luftfahrtbranche finden Sie in unserem nächsten Artikel.
Für genauere Informationen zum Streik und den betroffenen Flügen, können Sie die Quelle [hier](https://www.radioerft.de/artikel/flugbegleiter-der-lufthansa-streiken-am-freitag-2618961.html) und [hier](https://www.zeit.de/mobilitaet/2026-04/lufthansa-streik-flugbegleiter-gewerkschaft-ufo-frankfurt-muenchen) nachlesen.