Heute ist der 20.02.2026 und wir blicken auf eine spannende Zeit in der Filmkultur Nordrhein-Westfalens. Die Filmwerkstatt Münster feiert im Jahr 2026 ihr 45-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1981 ist die Filmwerkstatt eng mit dem Autor:innendokumentarfilm verbunden. Dieser Filmstil zeichnet sich durch eine persönliche Handschrift und eine klare künstlerische Haltung aus, was das Selbstverständnis der Werkstatt bis zum heutigen Tag prägt.
Die Filmwerkstatt hat sich nicht nur als regionales Zentrum für Film in Münster etabliert, sondern auch darüber hinaus einen Namen gemacht. Das Team, bestehend aus Filmemacher:innen, Produzent:innen, Filmenthusiast:innen und freien Mitarbeiter:innen, bietet ein breites Spektrum an Angeboten an, darunter Filmproduktion, Seminare, das Filmfestival Münster sowie verschiedene Medien- und Filmprojekte und den Filmclub Münster.
Wichtige Meilensteine und Initiativen
Ein bedeutender Meilenstein war die Entwicklung der Masterschool Dokumentarfilm im Jahr 1999, die von Horst Herz und Klaus Wildenhahn mit maßgeblicher Mitwirkung von Winfried Bettmer ins Leben gerufen wurde. Diese Masterschool hat den Schwerpunkt auf den Autor:innendokumentarfilm nachhaltig verankert und Filmschaffende wie Rainer Komers geprägt. Die enge Verbindung zur Duisburger Filmwoche ist ein weiterer Aspekt, der die Bedeutung der Werkstatt innerhalb der Filmkultur in Nordrhein-Westfalen unterstreicht.
Im Oktober 2020 wurde der Verein Filmgruppe Münster e.V. in Filmwerkstatt Münster e.V. umbenannt und ist seither Mitglied der Initiative Netzwerk Filmkultur NRW. Diese bündelt die Interessen kultureller Trägerinstitutionen in NRW und hat das Ziel, die Filmkultur in der Region zu stärken. Im Rahmen der Berlinale 2024 wurde die Filmwerkstatt zudem in das Netzwerk Screen Talent Europe aufgenommen, das 18 Institutionen der Filmkultur aus 8 europäischen Ländern umfasst. Ziel dieses Netzwerks ist die Stärkung der Kooperation zwischen europäischen Filmwerkstätten und Medienzentren.
Die Bedeutung des Autor:innendokumentarfilms
Die anstehende Gesprächsrunde thematisiert die Verbindungen und die Bedeutung des Autor:innendokumentarfilms für die Filmkultur in Nordrhein-Westfalen. Diese Form des Films hat nicht nur die Werkstatt geprägt, sondern auch viele neue Perspektiven auf die Filmproduktion eröffnet. Der Autor:innendokumentarfilm ist ein wichtiges Element der regionalen Kultur und bietet Filmschaffenden die Möglichkeit, ihre persönlichen Geschichten und Sichtweisen auf eine künstlerische Weise zu erzählen.
Die Filmwerkstatt wird gefördert von verschiedenen Institutionen, die jedoch nicht näher spezifiziert sind. Sie spielt eine zentrale Rolle im Netzwerk der über 150 kommunalen, studentischen und nicht-gewerblichen Kinos sowie filmkulturellen Initiativen, die im Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V. zusammengeschlossen sind.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Filmwerkstatt Münster nicht nur ein Ort der filmischen Kreativität ist, sondern auch eine wichtige Schnittstelle für den Austausch und die Weiterentwicklung der Filmkultur in Deutschland und darüber hinaus. Ihre Geschichte und ihr Engagement für den Autor:innendokumentarfilm sind geprägt von einer Leidenschaft, die auch in den kommenden Jahren weiterleben wird. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Filmwerkstatt Münster.