Heute, am 5. Februar 2026, ist der Nordosten Deutschlands von massivem Schneefall und Eisregen betroffen, was zu erheblichen Behinderungen im Verkehr führt. In Berlin fielen mehrere U-Bahn-Linien aus und der Flughafen BER stellte den Betrieb vorübergehend ein. Aufgrund von Blitzeis sind derzeit keine Starts und Landungen am BER möglich. Ein geplanter Flug von München nach Berlin um 21:30 Uhr wurde bereits annulliert. Die Polizei berichtet von mehreren Glätteunfällen, insbesondere auf der Autobahn 10 bei Potsdam, bei denen 19 Personen verletzt wurden.
Auf den Straßen in Berlin liegt eine schneebedeckte Schicht, und sowohl Geh- als auch Radwege sind extrem glatt. Die Stadt hat ein Tausalzverbot für Privatleute verhängt, was bedeutet, dass nur öffentliche Einrichtungen und Straßenbauämter Salz streuen dürfen. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat gegen den Einsatz von Streusalz geklagt, da dieses schädlich für die Straßenbäume ist. Besonders ältere Menschen verlassen ihre Wohnungen zögerlich, aus Angst vor Verletzungen.
Verkehrsbeeinträchtigungen und Witterungswarnungen
Die U-Bahn in Berlin ist von den Witterungsbedingungen stark betroffen; zwei Linien sind aufgrund von Blitzeis auf den Stromschienen, trotz des Einsatzes eines Schienenschmierzugs, ausgefallen. Auch der Bus- und Straßenbahnverkehr ist verlangsamt, und Verspätungen sind die Folge der Glätte. Der Fernverkehr hat ebenfalls mit Problemen zu kämpfen, insbesondere auf der Strecke Berlin-Hannover, während Regionalbahnen im Nordosten ebenfalls betroffen sind.
Parks und Schlösser in Berlin und Brandenburg bleiben wegen der extremen Wetterbedingungen geschlossen. In Mecklenburg-Vorpommern berichten regionale Verkehrsanbieter von Schwierigkeiten; Schüler sollen vor Mittag mit Schulbussen fahren, während in Niedersachsen und Sachsen zahlreiche Schulen witterungsbedingt geschlossen bleiben. In Sachsen gab es bis Donnerstagmittag bereits 80 witterungsbedingte Unfälle, jedoch glücklicherweise keine Verletzten.
Aktuelle Wetterlage und Ausblick
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor weiteren Glättegefahren durch gefrierenden Regen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Nord-Sachsen. Die Niederschläge klingen zwar von Süden her ab, jedoch bleibt das Risiko von Glätte bestehen. In den kommenden Tagen wird eine Milderung der Luftmassen bis in den Nordosten erwartet, während die Glättegefahr auch in anderen Gebieten anhalten könnte.
Zusätzlich wird in einigen Regionen, wie dem Westmecklenburg über Ostholstein bis Fehmarn, mit weiteren 1 bis 5 cm Neuschnee gerechnet. Der DWD bietet eine Vielzahl von Unwetterwarnungen an, darunter für Windböen, Gewitter, Starkregen und Glätte, wobei die Gefahrenstufen von einfacher Wetterwarnung (Stufe 1) bis hin zu extremen Wetterbedingungen (Stufe 4) reichen. Eine detaillierte Übersicht über die aktuellen Warnungen ist über die Webseite des DWD einsehbar.
Für alle Bürger ist es ratsam, bei den aktuellen Witterungsbedingungen vorsichtig zu sein und auf die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes zu achten. Die Wetterlage bleibt angespannt, und es ist wichtig, sich regelmäßig über die Entwicklungen zu informieren.
Für weitere Informationen zu den Wetterwarnungen und der aktuellen Lage besuchen Sie bitte die Seiten des BR, NDR und DWD.