Sanierung der Hohenzollerngruft: Kosten explodieren auf 29 Millionen Euro!

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Die Sanierung der Hohenzollerngruft im Berliner Dom kostet nun 29 Millionen Euro und wird bis Anfang 2026 abgeschlossen sein.

Die Sanierung der Hohenzollerngruft im Berliner Dom kostet nun 29 Millionen Euro und wird bis Anfang 2026 abgeschlossen sein.
Die Sanierung der Hohenzollerngruft im Berliner Dom kostet nun 29 Millionen Euro und wird bis Anfang 2026 abgeschlossen sein.

Sanierung der Hohenzollerngruft: Kosten explodieren auf 29 Millionen Euro!

Die Sanierung der Hohenzollerngruft im Berliner Dom wird voraussichtlich teurer und komplizierter als ursprünglich angenommen. Laut rbb24 belaufen sich die Kosten auf rund 29 Millionen Euro, was eine Steigerung von etwa 12 Millionen Euro im Vergleich zur ersten Schätzung bedeutet. Diese bedeutende Grablege, die 91 Särge aus fünf Jahrhunderten beherbergt, ist eine der größten in Europa und steht im Mittelpunkt der geplanten Renovierungsmaßnahmen.

Die Hohenzollerngruft gilt als zentrale Begräbnisstätte der Hohenzollern-Dynastie, mit prominenten Bestattungen wie dem ersten König von Preußen, Friedrich I., und seiner Frau Sophie Charlotte. Die Notwendigkeit der Sanierung wurde durch das steigende Besucheraufkommen, Feuchtigkeit und die daraus resultierenden Schimmelpilze ausgelöst. Daher sind umfassende Maßnahmen erforderlich, die auch die Installation einer Klimaanlage und eines Aufzugs zur Barrierefreiheit einschließen.

Erhebliche Kostensteigerungen und Projektverzögerungen

Mit dem Beginn der Sanierung im Jahr 2020 wurden zunächst Kosten von 17,3 Millionen Euro veranschlagt. Diese Zahl stieg stark an, was auf verschiedene Faktoren zurückzuführen ist. Neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie und den gestiegenen Preisen für Materialien infolge des russischen Übergriffs auf die Ukraine, führte auch das Fehlen vollständiger Planzeichnungen aus der Wiederaufbauzeit zwischen 1975 und 1993 zu Unsicherheiten. Diese Informationen werden von domradio unterstützt.

Zusätzlich zur Kostenerhöhung wurde die Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft auf Anfang 2026 verschoben. Die Särge, die momentan außerhalb der Gruft aufbewahrt werden, sollen im Herbst zurückgeführt werden. Trotz der finanziellen Unterstützung durch den Bund und das Land Berlin in Höhe von insgesamt etwa 9,3 Millionen Euro muss der Dom selbst einen Eigenanteil aufbringen, der sich nun auf etwa 9,3 Millionen Euro beläuft.

Ziele der Sanierung

Das übergeordnete Ziel der Sanierungsarbeiten ist es, die Hohenzollerngruft barrierefrei zu gestalten und sie in einen entsprechenden Rahmen für Besucher zu integrieren. Geplant sind ein neues Lüftungs- und Klimasystem mit vorgegebenen Temperaturen von 18 bis 20 Grad Celsius, ein zeitgemäßes Sicherheitssystem und eine „stimmungsvolle Beleuchtung“. Die Gruft soll zudem einen eigenen Vermittlungsbereich erhalten, in dem ein interaktives Modell der Grabstätte und Informationen über die Bestattungsrituale vermittelt werden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die herausragende Bedeutung der Hohenzollerngruft als wichtigster dynastischer Grablege Deutschlands zu untermauern, wie berlinerdom.de erläutert.

Die Hohenzollerngruft ist nicht nur ein Ort des Gedenkens, sondern dokumentiert auch die reichhaltige Grabkultur Brandenburgs, die von der Spätgotik bis zur Neuzeit reicht. Insgesamt beherbergt die Gruft 90 Bestattungen von Mitgliedern des Hauses Hohenzollern, darunter berühmte Persönlichkeiten wie der Große Kurfürst. Ihre Einzigartigkeit wird durch die künstlerischen Stile, die in den Grabdenkmälern und Särgen zu finden sind, unterstrichen, was diese Grablege zu einem bedeutenden Teil der deutschen Geschichte macht.