Im Bezirk Reinickendorf, der heute am 10. Februar 2026 stolz auf seine Leistungen blicken kann, wurde zum dritten Mal in Folge die Berliner Kaffeewette gewonnen. Diese beeindruckende Initiative hat in diesem Jahr nicht nur einen Rekord aufgestellt, sondern auch den Gemeinschaftsgeist der Berliner Bezirke hervorgehoben. Insgesamt wurden 18.847 Kaffeepakete gesammelt, wobei Reinickendorf mit 5.822 Paketen die meisten spenden konnte und damit über 1.000 Pakete mehr als der zweitplatzierte Bezirk Spandau, der 4.224 Pakete zusammentrug. Neukölln belegte mit 2.010 Paketen den dritten Platz. Die Aktion fand vom 19. Januar bis 5. Februar statt und diente der Kältehilfe, um den Bedürftigen in der kalten Jahreszeit unter die Arme zu greifen. Alle zwölf Berliner Bezirke nahmen erstmals an dieser wertvollen Aktion teil, was den Stellenwert der Kaffeewette unterstreicht.
Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) äußerte ihren Stolz über den Gewinn und dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz. Sie begrüßte auch die anderen Bezirksbürgermeister zur Bekanntgabe der Sammelergebnisse und hob die Bedeutung der gemeinsamen Anstrengungen zur Unterstützung der Kältehilfe hervor. Die Kaffeewette wurde vor sieben Jahren von Unternehmer Michael Lind ins Leben gerufen und hat sich seither zu einer wichtigen Tradition entwickelt.
Rechtliche Hürden und Genehmigungen
In diesem Jahr gab es jedoch rechtliche Bedenken aus dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg bezüglich der Wette. Der regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte die Genehmigung zunächst verweigert, entschied sich jedoch nach Rücksprache mit der Senatsfinanzverwaltung, die Wette zuzulassen. Dies geschah am 16. Januar 2026, nachdem vorherige rechtliche Unklarheiten ausgeräumt werden konnten. Diese Bedenken bezogen sich darauf, dass der Eindruck von Befangenheit oder Käuflichkeit vermieden werden sollte, was eine entscheidende Rolle bei der Genehmigung spielte. Demirbüken-Wegner kritisierte die vorherige Entscheidung und verteidigte Michael Lind, dessen Engagement für die Kältehilfe von großer Bedeutung ist.
Die Kaffeewette hat nicht nur die Spendenbereitschaft der Bevölkerung gefördert, sondern auch das Bewusstsein für die Bedürfnisse derjenigen geschärft, die auf Unterstützung angewiesen sind. Bezirke, die mindestens 500 Kaffeepakete sammeln, erhalten zusätzlich 2.500 Euro für die Kältehilfe von Lind und seinen Partnern, was eine weitere Motivation für die Beteiligung darstellt. In diesem Jahr nahm auch der Bezirk Steglitz-Zehlendorf erstmals an der Kaffeewette teil und konnte 687 Kaffeepakete sammeln. Tim Richter, der stellvertretende Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf, bedankte sich für die Unterstützung der Bürger und Unternehmen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Kaffeewette hat sich als ein herausragendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement etabliert und zeigt, wie wichtig die Unterstützung aus der Wirtschaft für gemeinnützige Aktionen ist. Die Bürger von Reinickendorf haben erneut bewiesen, dass sie bereit sind, in schwierigen Zeiten zusammenzustehen und Bedürftigen zu helfen. Die beeindruckenden Zahlen und die rege Teilnahme an der Aktion machen deutlich, dass die Kaffeewette eine wertvolle Tradition in Berlin darstellt, die auch in Zukunft fortgeführt werden sollte. Informationen zu Spenden und Annahmestellen für Kaffee in Reinickendorf wurden rechtzeitig bereitgestellt, um eine reibungslose Durchführung der Aktion zu gewährleisten.
Für weitere Informationen können Sie die vollständigen Details der Kaffeewette auf Tagesspiegel und Berlin.de nachlesen. Auch die rechtlichen Aspekte und die Entscheidungen des Bezirks können unter RAZ Zeitung nachverfolgt werden.