In Reinickendorf wird ein neuer Impuls für bürgerschaftliches Engagement gesetzt. Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegener (CDU) hat die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, ihre Ideen für den Kiezfonds einzureichen. Mit der Aufhebung der bisherigen Gebietsbeschränkung können im Jahr 2026 Projekte in allen Ortsteilen des Bezirks gefördert werden. Ziel ist es, das ehrenamtliche Engagement zu stärken und den Zusammenhalt in den Kiezen zu fördern. Die Fördermittel stehen lokalen Initiativen, gemeinnützigen Vereinen sowie Bürgergruppen zur Verfügung, die Projekte in Bereichen wie Umwelt, Kultur, Teilhabe oder Bewegung realisieren möchten. Die Bezirksbürgermeisterin betont die Wichtigkeit von Einsatz, Ideen und Anträgen der Bürger für eine lebendige Nachbarschaft. Weitere Informationen zu den Projekten finden sich in der offiziellen Pressemitteilung.
Der Kiezfonds ist nicht der einzige Weg, um finanzielle Unterstützung für Projekte in Reinickendorf zu erhalten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Fördermittel zu beantragen, wie beispielsweise über den Aktionsfonds der Quartiersmanagements oder die Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Die Zielgruppe für diese Förderungen umfasst Vereine, Initiativen und Einzelpersonen, die sich für nachbarschaftliche Projekte engagieren möchten. Der Kiezfonds unterstützt eine Vielzahl von Aktivitäten, von sportlichen Veranstaltungen über kulturelle Feste bis hin zu Umweltprojekten. Die Förderhöhe liegt zwischen 500 und 2.000 Euro, was eine niederschwellige Möglichkeit bietet, eigene Ideen in die Tat umzusetzen.
Vielfältige Fördermöglichkeiten
Die Antragstellung für den Kiezfonds steht nicht nur Vereinen, sondern auch Gruppen, Initiativen, Religionsgemeinschaften und Privatpersonen offen. Wer Fragen hat oder Unterstützung bei der Antragstellung benötigt, kann sich an die SPK Beteiligungskoordination in der Eichborndamm 215, 13437 Berlin, wenden. Auch die Webseite www.berlin.de/ba-reinickendorf/kiezfonds bietet umfassende Informationen.
Zusätzlich zu den Kiezfonds gibt es weitere Fördermöglichkeiten, wie die Sondermittel der BVV, die bis zu 50% der Gesamtkosten für gemeinwohlorientierte Projekte abdecken. Hier können auch mehrere tausend Euro beantragt werden. Für nachbarschaftliche Aktionen in Gebieten mit Quartiersmanagement bietet der Aktionsfonds Finanzierung für Materialien, während die FEIN-Einzelmaßnahme bis zu 3.500 Euro für ehrenamtliche Projekte in Gebieten ohne Quartiersmanagement bereitstellt.
Erfahrungen aus anderen Bezirken
Die Einführung des Kiezfonds in Reinickendorf orientiert sich an ähnlichen Initiativen in anderen Berliner Bezirken. So wurde in Pankow ein Kiezfonds im Rahmen eines Modellprojekts zur Bürgerbeteiligung ins Leben gerufen. Mit einem Budget von 24.000 Euro wurden zahlreiche Projekte gefördert, die von interkulturellen Feiern bis hin zu partizipativen Fotoprojekten reichten. Die positive Resonanz der Bürgerschaft zeigt, wie wichtig solche Fonds für die Stärkung des Zusammenhalts und die Förderung kreativer Ideen in den Stadtteilen sind. Die Erfahrungen aus Pankow könnten auch in Reinickendorf wertvolle Impulse für zukünftige Projekte liefern. Weitere Einblicke in die Funktionsweise von Kiezfonds finden Sie in der Bundeszentrale für politische Bildung.
Insgesamt bietet der Kiezfonds in Reinickendorf eine hervorragende Möglichkeit, das bürgerschaftliche Engagement vor Ort zu fördern und die Nachbarschaft aktiv mitzugestalten. Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, ihre Ideen einzubringen und somit zur positiven Entwicklung ihrer Umgebung beizutragen.