In Reinickendorf wurde ein bedeutendes Bauprojekt erfolgreich abgeschlossen: Das Erweiterungsgebäude der Ringelnatz-Grundschule wurde pünktlich zum Schuljahr 2025/2026 übergeben. Heute, am 17. Februar 2026, wurden die elf neuen Unterrichtsräume sowie die neue Mensa der Öffentlichkeit präsentiert. Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär für Schulbau und Schuldigitalisierung, hob die Notwendigkeit der neuen Schulplätze hervor, um die angespannte Schulplatzsituation in der Region zu entlasten. Insgesamt wurden 144 neue Schulplätze geschaffen, die dringend benötigt werden, um den wachsenden Schülerzahlen gerecht zu werden.
Das dreigeschossige Gebäude wurde in innovativer Holzmodulbauweise errichtet, die es ermöglichte, die Bauzeit auf nur ein Jahr zu reduzieren. Diese Bauweise stellt nicht nur eine schnelle Lösung dar, sondern auch eine nachhaltige, da sie ressourcenschonend ist und moderne Energiestandards erfüllt. Die Ausstattung des neuen Lernortes umfasst moderne Unterrichtsräume, eine Mensa mit Ausgabeküche und gut ausgestattete PC-Räume, die digitale Lernorte bieten. Eine besondere Attraktion ist eine Sonnenuhr, die den Kindern spielerisch das Ablesen der Zeit ermöglicht. Reinickendorfs Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner lobte die schnelle Realisierung des Projekts und die Schaffung besserer Bedingungen für die Schüler.
Ein innovatives Bauprojekt
Das Richtfest für den Erweiterungsbau der Ringelnatz-Grundschule fand bereits am 10. April statt. Es war das erste individuell geplante Holzmodulgebäude für eine Schulerweiterung im Bezirk. Anwesend waren neben der Bezirksbürgermeisterin auch Bildungsstadtrat Harald Muschner, Schulleiterin Dr. Katrin Jeschke sowie Vertreter von NEMESIS Architekten und CMS Container Modul Systeme GmbH. Mit Baukosten von rund 12,5 Millionen Euro ist das Projekt nicht nur ein finanzieller Aufwand, sondern auch ein klares Bekenntnis zur Verbesserung der Lernbedingungen angesichts der wachsenden Schülerzahlen und zunehmenden Heterogenität.
Das Gebäude selbst umfasst neben sechs Stammgruppenräumen und vier Teilungsräumen auch die bereits erwähnte Mensa mit Ausgabeküche. Die Ringelnatz-Grundschule hat zudem Schwerpunkte in Leseförderung, Tanzsport und frühzeitiger Fremdsprachenbildung. Geplant ist auch eine Neugestaltung des Außengeländes mit einem vergrößerten Schulhof, einem Schulgarten und neuen Spielgeräten. Die Sanierung der Außenfassade mit Wärmedämmung wird schrittweise durchgeführt, um die energetische Effizienz weiter zu steigern.
Modulare Bauweise als Zukunftsmodell
Die Holzmodulbauweise steht im Kontext eines breiteren Trends in Deutschland, der sich zunehmend auf modulare Bauweisen konzentriert. Diese Bauweise spart Zeit und Geld, da die Bauzeit um bis zu 60 Prozent sinkt. Ein Beispiel hierfür ist das Regino-Gymnasium in Prüm, das während seiner Generalsanierung in ein dreigeschossiges Gebäude aus vorgefertigten Holzmodulen ausgelagert wird. Solche flexiblen und nachhaltigen Lösungen sind entscheidend für die Anpassung an die steigenden Anforderungen im Bildungssektor.
Insgesamt zeigt das Projekt an der Ringelnatz-Grundschule, wie durch innovative Ansätze und schnelle Baumaßnahmen Bildungsangebote verbessert werden können. Die Schaffung von 144 neuen Schulplätzen ist ein wichtiger Schritt, um den Bedürfnissen der Schüler in Reinickendorf gerecht zu werden. Weitere Informationen zu diesem Bauvorhaben finden Sie auch in der Pressemitteilung der Bezirksregierung sowie auf Entwicklungsstadt.de.