Reinickendorf

Erster landesweiter Magnus Hirschfeld Tag in Berlin

Der Arzt, Sexualforscher und Sozialreformer Magnus Hirschfeld wird am 14. Mai erstmals vom Land Berlin mit einem landesweiten Gedenktag geehrt. Hirschfeld gründete bereits 1919 das erste Institut für Sexualwissenschaft in Berlin, wo er sich intensiv mit der Vielfalt der Sexualität auseinandersetzte. Auf Initiative von Alfonso Pantisano, dem Berliner Queerbeauftragten, wird an diesem Tag an Hirschfelds bahnbrechende Arbeit erinnert.

Hirschfeld, der als Vater der queeren Emanzipationsbewegung gilt, wurde von den Nationalsozialisten massiv angegriffen. Sein Institut wurde 1933 von den Nationalsozialisten geplündert und zerstört, während Hirschfeld sich auf einer Weltreise befand. Seine Bücher und wissenschaftlichen Schriften wurden am 10. Mai 1933 auf dem Opernplatz verbrannt. Hirschfeld selbst verstarb am 14. Mai 1935 im französischen Exil.

Zur Erinnerung an Magnus Hirschfeld und als Teil der Wiedergutmachung für die Zerstörung der queeren Infrastruktur durch den Nationalsozialismus wurde die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld ins Leben gerufen. Die Stiftung mit Sitz in Berlin forscht zur Verfolgung queerer Menschen im 20. Jahrhundert und setzt sich durch Bildungsmaßnahmen gegen Ausgrenzung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ein.

Anlässlich des Magnus Hirschfeld Tages lädt die Humboldt-Bibliothek und Regenbogen Reinickendorf e.V. zu einem Vortrag mit Helmut Metzner, Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, ein. Metzner wird den Arzt und Sexualforscher vorstellen und die Aktualität seines Werkes für die heutigen politischen Debatten über Vielfalt in der offenen Gesellschaft der Moderne hervorheben. Alfonso Pantisano wird ein Grußwort sprechen.

In der folgenden Tabelle sind einige relevante Fakten zum Wirken von Magnus Hirschfeld aufgeführt:

| Geburtsjahr | 1868 |
| Todesjahr | 1935 |
| Gründungsjahr des Instituts für Sexualwissenschaft | 1919 |
| Datum der Bücherverbrennung auf dem Opernplatz | 10. Mai 1933 |
| Datum des Todes im Exil | 14. Mai 1935 |



Quelle: www.berlin.de

Siehe auch  Bezirksbürgermeisterin besucht inspirierende Kunstausstellung junger schutzsuchender Frauen

Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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