Im Märkischen Viertel wird im Mai 2026 eine spannende Ausstellung zur Geschichte der Berliner Mauer eröffnet. Diese findet im Stadtteilzentrum im Ribbeck-Haus, Senftenberger Ring 54, statt und wird am Dienstag, dem 19. Mai um 17 Uhr feierlich eröffnet. Die Ausstellung ist Teil der Reihe „Mein Kiez. Geschichte(n) des geteilten Berlins“ und wird von der Historikerin Elena Demke kuratiert, in Zusammenarbeit mit dem Viertelreporter Lux. Die Besucher können sich auf eine tiefgehende Auseinandersetzung mit dem ehemaligen Grenzstreifen und dessen Einfluss auf den Alltag im Märkischen Viertel freuen.
Ein besonderes Highlight der Ausstellung sind die historischen Aufnahmen, die sowohl offizielle als auch private Fotos zeigen. Einige Bilder rücken die Mauer in den Mittelpunkt, während andere sie eher am Rand darstellen. Ziel der Ausstellung ist es, die Nähe von politischer Geschichte und persönlichem Alltag für die Bewohner des Märkischen Viertels sichtbar zu machen. Die Leiterin des Hauses, Sandra Sapiatz, wird das Publikum bei der Eröffnung begrüßen, und es wird eine Einführung sowie Moderation durch Elena Demke geben. Die Ausstellung ist bis zum 3. Oktober 2026 im Stadtteilzentrum zu sehen.
Begleitveranstaltungen im Mai
Im Rahmen der Ausstellung sind auch Begleitveranstaltungen geplant, darunter Kiez-Spaziergänge und ein Filmabend. Die Kiez-Spaziergänge finden am 6., 9. und 10. Mai 2026 statt und thematisieren die Stadtplanung in der Systemkonkurrenz. Der architektonische Spaziergang durch das Märkische Viertel wird von der Architektin und Stadtplanerin Christiane Borgelt geleitet. Sie wird Themen wie die Ausgangssituation eines sumpfigen Landstrichs, die architektonische Vision für die Großsiedlung und den Wandel vom sozialen Brennpunkt zum Wohnviertel ansprechen. Die Termine sind am Mittwoch, den 6. Mai, um 11:00 Uhr, und am Sonntag, den 10. Mai, ebenfalls um 11:00 Uhr, wobei der Treffpunkt der Eingang des Einkaufszentrums am Wilhelmsruher Damm 128, 13439 Berlin ist.
Zusätzlich zum architektonischen Spaziergang wird es einen zeithistorischen Erzähl-Spaziergang mit dem Titel „Vom Märkischen Viertel über die Grenze schauen“ geben. Dieser findet am Mittwoch, den 6. Mai, um 15:00 Uhr (mit Übersetzung ins Arabische) und am Samstag, den 9. Mai, um 11:00 Uhr statt. Treffpunkt ist eine Sitzbank am „Grünen Band Berlin”, Höhe Quickborner Damm 24. Hier werden die Teilnehmer die Unterschiede zwischen Neubauvierteln und Industrie, Kleingärten sowie Friedhöfen erkunden und die Geschichte der Mauer sowie deren Einfluss auf die Nachbarschaft kennenlernen.
Einblicke in die Geschichte der Berliner Mauer
Die Ausstellung im Märkischen Viertel reiht sich in eine Vielzahl von Erinnerungsorten und -veranstaltungen zur Berliner Mauer ein. Die Gedenkstätte an der Bernauer Straße, die seit Ende der 1990er Jahre besteht, bietet ein Dokumentationszentrum und eine Kapelle der Versöhnung, während die Geschichtsmeile Berliner Mauer mit 31 Stationen entlang des innerstädtischen Mauerwegs eine viersprachige Dauerausstellung zur Teilung, zum Mauerbau und zur Maueröffnung präsentiert. Diese Orte sind nicht nur Erinnerungsstätten, sondern auch lebendige Lernorte, die die Geschichte der Teilung Berlins aufarbeiten und für alle zugänglich machen.
Die East Side Gallery, ein bemaltes Stück der Hinterlandmauer, und das Mauermuseum am Checkpoint Charlie zeugen ebenfalls vom bleibenden Einfluss der Mauer auf die Berliner Geschichte und Kultur. Wer sich für die Erzählungen der Menschen interessiert, die an der Mauer lebten, findet im Tränenpalast und im Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst zahlreiche Exponate und Zeitzeugenberichte. Inmitten dieser Vielzahl an Erinnerungsorten wird die Ausstellung im Märkischen Viertel ein weiterer wichtiger Baustein zur Auseinandersetzung mit der Berliner Mauer und ihrem Erbe sein.
Für weitere Informationen zur Ausstellung und den begleitenden Veranstaltungen besuchen Sie bitte die Website des Märkischen Viertels oder klicken Sie auf die Seite des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten.