Am 13. Februar 2026 lädt das Museum Reinickendorf zu einer besonderen Veranstaltung ein, die sich ganz dem geschichtlichen Erbe des Bezirks widmet. Im Rahmen des Archive Day können Interessierte einen tiefen Einblick in die wertvollen Bestände des Museums erhalten. Das Museum bietet Zugang zu Archiv und Bibliothek, wo Sammlungen von Fotografien, Karten, Postkarten, Dokumenten und Zeitungen aufbewahrt werden. Diese Bestände ermöglichen es den Besuchern, originale Materialien und Forschungsmaterial zur Geschichte von Reinickendorf zu erkunden. Der Zugang zu Archivbeständen, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich sind, umfasst auch Nachlässe von Reinickendorfer Familien und Unternehmen.
Ein bemerkenswertes Highlight ist die „Rainer König Collection“, die Fotografien von Hannah Höchs Haus und Garten in Heiligensee umfasst. Auch der Nachlass der Familie Siedtmann ist von Interesse, da deren Tochter Helene mit dem Künstler Max Grunwald verheiratet war. An Feiertagen öffnet das Museum nur für Veranstaltungen von 10 bis 12 Uhr, und die Teilnahme ist kostenlos, wobei eine Anmeldung erforderlich ist. Für Fragen steht das Museum unter der Telefonnummer 030 902946460 zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie hier.
Einblick in die Sammlungen
Das Museum Reinickendorf verfügt nicht nur über Fotografien und Dokumente, sondern auch über einen historischen Buchbestand und eine wertvolle Dokumentensammlung. Die älteste Urkunde im Archiv datiert auf das Jahr 1717 und bestätigt Fischereirechte in der Havel. Besonders bemerkenswert ist die Sammlung eines Autographs von Alexander von Humboldt. Zudem finden sich Originalunterlagen der Kirchengemeinden, wie Rechnungsbücher aus Alt-Reinickendorf. Die Ausstellung umfasst auch Dokumente zur Zwangsarbeit in der NS-Zeit sowie eine Vielzahl an Ausstellungsplakaten und Broschüren.
Ein weiterer Höhepunkt sind die ältesten Fotoaufnahmen, die aus der Zeit vor 1900 stammen, darunter Bilder der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik, die 1880 gegründet wurde. Die Fotos dokumentieren Ereignisse aus dem frühen 20. Jahrhundert, wie den Ballonwettbewerb in Tegel im Jahr 1906 und den Bau des Reinickendorfer Rathauses im Jahr 1911. Zudem gibt es Neuigkeiten aus der jüngeren Vergangenheit, wie den Bau der U-Bahn-Linie 6 (1958) und die Geschichte des Märkischen Viertels sowie den Bau und Fall der Berliner Mauer. Für weitere Informationen zu den Sammlungen und Beständen besuchen Sie bitte diese Seite.
Besondere Sammlungen und Exponate
Die Sammlung des Museums umfasst auch zahlreiche Nachlässe von Künstler*innen wie Hannah Höch und Max Grunwald sowie von anderen Persönlichkeiten wie Wladimir Lindenberg und Billy Jenkins. Die Dokumente und Objekte zu Reinickendorfer Familien und Firmennachlässen, wie den Volta-Werken und der Geschichte der Firma Borsig, bieten einen tiefen Einblick in die regionale Geschichte. Darüber hinaus sind handwerkliche Geräte, Haushaltsgegenstände und kulturgeschichtliche Exponate Teil des Repertoires.
Zusätzlich gibt es eine Postkartensammlung, die nach Ortsteilen gegliedert ist, sowie eine Sammlung historischer Presseausschnitte mit mehreren tausend Artikeln zu regionalgeschichtlichen Themen. Für ein umfassendes Bild der Geschichte Reinickendorfs ist das Museum der perfekte Ort, um die vielseitigen und reichen Bestände zu entdecken.